Hohenzollern oder Zollern, festes Bergschloß im ehemaligen Fürstentum bsnn P (etzt Regierungsbezirk Sigmaringen), 2 km südlich von der Stadt Hechingen auf dem 866 m hohen Zollerberge, einem die Stadt 260—300 müberragenden steilen Bergkegel der Alp gelegen, in alten Zeiten Zolre genannt, ist die Stammburg des fürstl. und des königl. Hauses H. Die erste Erbauung fällt in das 11. Doorby aus welchem nur noch die Kapelle St. Michael vorhanden ist. Die Burg wurde 8. Mai 1423 von den schwäb. Reichsstädten erobert und zerstört, seit 21. Mai 1454 aber unter Beihilfe des Markgrafen Albrecht von Brandenburg wieder aufgebaut. Als einen strategisch wichtigen Punkt eroberten und verwüsteten sie im Dreißigjährigen Kriege die Schweden und Württemberger, 40 sie allmählich bis auf die Kapelle in Verfall geriet. König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen ließ die Stammburg seines Hauses 1850—55 nach dem alten Grundriß und im Stil des 14. Jahrh. nach den Plänen Stülers in ein stattliches Königsschloß mit fünf Türmen verwandeln und zugleich nach den Angaben des Generals von Prittwitz befestigen und 1856 armieren. Neuern Anordnungen jufolge hat man jedoch die Feste — weiter zur militärischen Position bestimmt; die Besatzung besteht daher nur aus einer Kompagnie des in Kon-Rr. garnisonierenden 6. bad. Infanterieregiments r. 114. Neben der alten kath. Kapelle, die erneuert ist, umschließt die Burg auch eine leine evang. Kirche. (S. Tafel: Burgen, Fig. 5.) Vgl. Machrichten über die königl. Stammburg H. » (Berl. 1863); Graf Stillfried-Alcantara, 4«H. Beschreibung und Geschichte der Burgo (Nürnb. 1871).