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GeschichteBrockhaus 1882

Hugo, König von Italien 925—947, war ursprünglich ein in der Provence und dem südl. Burgund mächtiger Herr, der dort seit 917 den Königstitel annahm. Von ital. Großen, welche mit dem einst gegen Berengar J. herbeigerufenen König Rudolf II. von Hochburgund unzufrieden waren, wurde H. veranlaßt, in Italien aufzutreten, und 925 zum König gekrönt. Er ist indessen nie zur vollen Geltung gelangt, obwohl er sich mit Rudolf dahin einigte, daß dieser auf Italien verzichtete und dafür H.s Anteil an Burgund erhielt. Aus Rom wurde H., obwohl er die dort einflußreiche Marozia 932 heiratete, durch deren Sohn, den Senator Alberich, vertrieben, der sich zwar 936 mit H.s Tochter Alda vermählte, aber doch dem Schwiegervater den Eintritt versagte. In seiner Schwäche eifersüchtig auf die Großen und bemüht, sie durch Hinterlist und Mord zu beseitigen, machte H. sich viele Feinde. Er zwang zwar den Markgrafen Berengar II. von Ivrea 940, vor ihm nach Deutschland zu flüchten, aber 945 kehrte Berengar von dort zurück und gewann rasch Anhang, sodaß H. im Frühling 946 Italien räumte und nach Arles ging, wo er April 947 starb. Als König war sein Sohn Lothar zurückgeblieben, unter der Regentschaft Berengars, welcher nach Lothars Tod sich Dez. 950 selbst zum König krönen ließ.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 442Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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