FeedHornblendefels
NaturlehreBrockhaus 1882

Hornblendefels und Hornblendeschiefer (Amphibolit und Amphibolschiefer) nennt man die im erstern Falle richtungslos struierten und körnig ausgebildeten, im letztern durch Parallellagerung der Gemengteile deutlich schieferigen Felsarten, welche ganz vorwiegend aus Hornblende von dunkelgrüner oder schwarzer Farbe bestehen. uoch oder weniger reichlich ist aber in der Regel noch eine ganze uich 50 anderer Mineralien eingewachsen, welche sich bald schon dem bloßen Auge darbieten, bald nur unter dem Mikroskop erkannt werden. Diese Gesteine treten namentlich im Bereich des Gneis, Glimmerschiefers, Chloritschiefers und Phyllits auf, worin sie untergeordnete, doch ihrerseits oft recht mächtige Lager, auch Stöcke bilden, wie z. B. im Fichtelgebirge, Erzgebirge, Böhmerwald, in den Tauren, sowie in Schottland und Norwegen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 401Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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