Horufels (frz. cornéenne), ein eigentümliches Kontaktgebilde, welches sich vielorts da zeigt, wo das Schiefer⸗ oder Grauwackengebirge von Graniteruptionen durchbrochen wurde. Es hat sich daselbst um den Granit durch Umwandlung des Thon-Massen aus diesem eine sehr feinkörnige oder dichte asse mit splitterigem, zuweilen undeutlich muscheligem Bruch, von großer Härte und Zähigkeit, von grauer, bläulich⸗ oder bräunlichgrauer Farbe herausgebildet, welche in der Regel nach außen in einen mit eigentümlichen Knötchen versehenen Glimmerschiefer, weiterhin in einen ebensolchen Thonschiefer verläuft, worauf dann erst in einer gewissen Entfernung von dem Granit, bis wohin die Umwandlung sich nicht mehr fortzusetzen vermochte, der gewöhnliche unveränderte Thonschiefer vorliegt. Der H., das Produkt der am meisten gesteigerten Metamorphose, besteht, wie erst die mikroskopische Untersuchung der scheinbar homogenen Masse ergibt, vorwiegend aus Quarz, Magnesiaglimmer, Magneteisen, wozu sich oft in beträchtlicher Menge Andalusit gesellt. In chem. Hinsicht hat in diesen Kontakthöfen der Schiefer kaum eine erhebliche Veränderung erfahren, die Umwandlung hat sich also ohne Zufuhr oder Abfuhr von Stoffen vollzogen. Solche Zonen von H. erscheinen z. B. ausgezeichnet um die Granite des Rambergs im Harz, von Kirchberg im Erzgebirge, des Heunbergs im östl. Thüringen, von Barr-Andlau und Hohwald in den Vogesen, von Wicklow in Irland re. Hornfessel, der Riemen, an dem das Jagdhorn über der Achsel getragen wird. Es ist in der Regel von Leder in Form eines Bandeliers; bei den Gala-Uniformen ist es aus Goldtressen in reicher Posamentierarbeit angefertigt. Hornfischbein, auch Indianisches Fischbein genannt, ein aus Büffelhörnern hergestelltes, als wohlfeiler Ersatz des echten Fischbeins dienendes Fabrikat. Hornfische (Balistidae), eine Unterfamilie der Plektognathen (s. d.), mit seitlich zusammengedrücktem, von festen rautenförmigen Schildern bedecktem oder durch eingelagerte Hautkörner rauhem Körper, mit fehlender oder nur durch einen Stachel angedeuteter Bauchflosse. Diese meist lebhaft gefärbten Fische, von denen man gegen 100 Arten kennt, werden selten über 60 em lang, bewohnen hauptsächlich die tropischen Gewässer (nur zwei Arten sind europäisch), ernähren sich von harten Mollusken, die sie mittels ihres starken, in jedem Kiefer aus acht schneidezahnähnlichen Zähnen bestehenden Gebisses ermalmen, wodurch sie der Perlfischerei höchst scädlich werden. Einige Arten geben einen grunzenden Ton von sich. — Mit dem Namen H. wird bisweilen auch der Schwertfisch bezeichnet.