FeedHosemann
Bildende KunstBrockhaus 1882

Hosemann 5. 24. 6 namhafter Genremaler und Zeichner, geb. 24. Sept. 1807 in Brandenburg, kam mit seinen Eltern frühzeitig nach Düsseldorf, wo er als Zeichner in die Anstalt von Arnz u. Winckelmann eintrat. Unter der Leitung von Cornelius begann dann H. ein geregeltes Studium, welches er unter Schadow fortsetzte. Dann schloß er sich der nach Berlin übersiedelnden lithographischen Anstalt von Winckelmann an. Im Umgange mit Meyerheim, Elsholtz u. a. machte er au jetzt die ersten Versuche in der Olmalerei. Es entstanden die lustigen Bilder; die 79WAis ers Musikanten, das Hundefuhrwerk u. s. w. Als er sich später von Winckelmann trennte, wurde er ein allgemein beliebter Lehrer, und seine Aquarelle und kleinen Olbilder teilten diese Gunst. Sein Hauptbild sind die politisierenden Arbeiter. Seine Olbilder stellen das berliner Philistertum in humoristischer Auffassung dar. Ungemein zahlreich sind seine Illustrationen. Außer sämtlichen Winckelmannschen Rinderschriften illustrierte er E. T. A. Hoffmanns Werke, den Renommisteno von Zachariä, den Münchhausenv, die Schriften von Jeremias Gotthelf, die eheimnisse von Paris », Eu Amnderrres Schriften, viele Kalender, den Reuen Kinderfreundo u. s. w. Im V 1857 wurde er zum Professor und 1860 zum itglied der Akademie der Künste ernannt. H. starb zu Berlin 15. Okt. 1875.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 409Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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