FeedHenze (Eduard Rob.)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Henze (Eduard Rob.), Bildhauer, geb. 8. Juli 1827 zu Dresden, wo sein Vater Schlosser war, ergriff zunächst dasselbe Handwerk, bis er mit 1 27 Jahren an die dresdener Akademie kam, nebenbei bei seinem Schwager, einem Kunstformer, sich f im Modellieren übend. Bald gelang es H., in das Atelier Schillings, später Hähnels, zu treten, dessen Assistent er wurde. Im J. 1866 reiste er nach Italien. Unterdessen hatte er in der Konkurrenz anläßlich der Errichtung einer Brunnenstatue für Kaiser Heinrich I. in Meißen 1863 den Sieg errungen, 1869 wurde in Dresden seine Mutter Annav, das Standbild der Kurfürstin Anna von Sachsen, errichtet, wofür ihm in Berlin die Goldene Medaille zuteil wurde. An dem dresdener Siegesdenkmal (1880 enthüllt) beteiligte sich der Künstler mit den vier allegorischen Figuren. Für Bernburg schuf er die Statue des Fürsten Wolfgang von Bernburg, für die Aula der leipziger Universität die trauernde Germania (1872); 1876 gewann er die Konkurrenz für einen monumentalen Brunnen in Crimmitschau und 1884 war er mit einem Denkmal der Barbara Uttmann für Annaberg beschäftigt. Auch an den Theatern zu Teplitz und in der dresdener Neustadt führte er einzelne Arbeiten aus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 116Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 7

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Bildende Kunst 6