Hofer (Ludw.), Bildhauer, geb. in Ludwigsburg 1801, fand zuerst in Stuttgart Anleitung, wurde aber schon 1819 in München bei der Ausschmückung des Glyptothekbaues beschäftigt. Indessen wurde erst Rom seine wahre Schule, wo er zuerst in Thorwaldsens Atelier trat, dann aber während eines 15jährigen Verweilens selbständig arbeitete. Eine solche Frucht des Studiums in Italien war seine Psyche, welche 1838 nach seiner Heimkehr vom König von Württemberg erworben wurde. Durch die Gönnerschaft desselben Fürsten gelangte der rasch sich vervollkommnende Künstler zu bedeutenden Aufträgen und hatte Gelegenheit, noch mehrmals Italien zu betreten, insbesondere als die großen Unternehmungen für die Ausschmückung des Hofgartens in Stuttgart in Gang kamen. Die Pferdebändiger, drei Marmorgruppen, sowie zahlreiche Kopien klassischer Antiken wurden damals von H. vollendet, ferner für das königl. Schloß Rosenstein der zürnende Amor. In all diesen Meißelwerken bekundete der Künstler große technische Fähigkeiten und einen an den Meisterwerken der Antike geschulten Stil. Spätere Arbeiten sind, seit den fünfziger Jahren entstanden, die Concordia auf dem Monument, welches zur Erinnerung an das Regierungsjubiläum des Königs Wilhelm in Stuttgart errichtet wurde, das Reiterdenkmal Eberhards im Bart im Schloßhofe daselbst, sowie eine Gruppe, den Raub des Hylas darstellend.