Hyreanum mare, das Kaspische Meer. eigentlich Wolfsland, hieß im Altertum der schmale südl. Küstenstrich des Kaspischen Meers, am Nordabhange des Elburs, einst Coronus. Unter den Achämeniden bildete es einen Teil Parthiens, wie dieses die Inschriften beweisen. Das Land wird von vielen kleinen Strömen und Bächen durchflossen, von denen der Syderis (lietzt Askar) und der Ochus (jetzt Dehasch) hervorzuheben sind; die durch die vom Gebirge in das Kaspische Meer strömenden Wasser machten die Thäler und Niederungen außerordentlich ergiebig an Obst, Getreide und Wein. Die Berggegenden waren dagegen rauh und unfruchtbar. Die Bewohner waren wegen ihrer Wildheit verrufen. H. bildete einen Teil des Meder- und später des Perserreichs, riß sich unter den Parthern los, wurde einige Zeit unabhängig und be-Dauptse seine Freiheit in vielen Kämpfen. Die auptstädte H.s waren Zadracarta, Talabroce, Samariane, Hyrkania (vielleicht das heutige Diurdjän), Cusape (vielleicht Nischapur); als Hauptstadt wird Tape genannt. H. ist das heutige pers. West-Gilan und Masenderan: die bedeutendste Stadt ist Asterabad am Kaspischen Meere.