Humboldt-Akademie heißt die in Berlin seit dem Herbst 1878 den erio freie nelche die deren Zweck es ist, asolchen Personen, welche die Universität nicht besuchen können oder bereits verlassen haben, durch Wüttel Geie Vortragscyklen und andere geeignete Mittel den Lontert zu einer harmonischen wissenschaftlichen Weiterbildung zu geben und sie in Ralnden Wise mit den Fortschritten der sich entwickelnden Wissenschaft zu haltenv. Sie wurde auf Anregung und nach dem Plan des Dr. Max Hirsch von einer größern Anzahl Gelehrter und Freunde der Wissenschaft, vereinigt im „Wissenschaftlichen Centralverein », begründet, um gegenüber der bunten, zersplitternden Mannigfaltigteit der Einzelvorträge die Einheitlichkeit und Grundlichkeit wahrer Wissenschaft zu pflegen und dadurch besonders für die jungen Leute, welche nach höherer Schulbildung ins praktische Leben eintreten, eine geeignete Fortbildung zu gewähren und ideales Streben zu fördern. Mit Rücksicht auf die Beschäftigung der meisten Hörer des Tags finden die Cyklen, welche in der egel aus je 10 — 12 Vorträgen im Laufe eines Quartals bestehen, in den Abendstunden statt. Jeder Cytlus soll eine bestimmte Disciplin oder einen Hauptabschnitt derselben als abgeschlossenes Ganzes behandeln; das Gesamtziel des Lehrplans ist die möglichste Vollständigkeit in den Hauptgebieten und Richtungen des Wissens, soweit dasselbe der allgemeinen höhern Bildung dient. Diese Universalität unterscheidet die H. (welche gerade deswegen sich nach den beiden Brudern von Humboldt nennt) von ähnlichen Anstalten, die nur ein oder einige Hauptfächer, vorzugsweise die Naturwissenschaften, lehren, während an der H. die philos.⸗histor. Fächer, besonders auch Litteratur- und Kunstgeschichte, Nationalökonomie u. a., sogar uüberwiegen. Auch hat die H. neue Disciplinen, wie die Versicherungs⸗ und Verkehrswissenschaft, zuerst auf das öffentliche Katheder gebracht. Die Einschreibung der Hörer und Hörerinnen erfolgt gegen ein mäßiges Honorar für jeden belegten Cyklus; Unbemittelten wird Stundung oder vollständiger Erlaß gewährt. Es wurden bis jetzt 200 Vortragscyklen + und von 6100 Hörern besucht; unter den Hörern waren alle Stände vertreten, überwiegend o Lehrerin Beamte und Beamtinnen, Lehrer und Lehrerinnen. Die von dem Kuratorium ohne Rücksicht auf politische, Iwelchs oder sonstige Richtung gewählten Docenten, welche vollständige Lehrfreiheit genießen, gehören teils den Lehrkörpern der Universität und der staatlichen Akademien, der Gymnasien und Realgymnasien an, teils sind es Schriftsteller, Privatgelehrte, Beamte u. s. w. Die umfassende Wirksamkeit der H. ist bisher mit bescheidenen, privaten Mitteln erhalten worden, jedoch haben Stadt und Staat durch freie Gewährung der Lehrräume, die Kaiserin und die Korporation der Kaufmannschaft durch Beiträge dieselbe gefördert. ö Humboldt-Gebirge nannte Prschewalski 1880 ein mit ewigem Schnee bedecktes Gebirge in Centralasien, chines. Provinz Kansu, das nordwestl. Ende des Gebirgs Nan-Schan.