FeedAbich (Wilh. Herm.)
NaturlehreBrockhaus 1882

Abich (Wilh. Herm.), Naturforscher und Reisender, geb. 11. Dez. 1806 zu Berlin, widmete sich auf der dortigen Universität naturwissens ühen Re Studien, wurde nach zwei wissenschaftlichen Reisen in Italien und Sicilien 1842 Professor der Mineraloie in Dorpat, 1853 Mitglied der Akademie der issenschaften in Petersburg für Oryktognosie und Mineralchemie und bald darauf Staatsrat. Den lund br Teil der Zeit seines Aufenthalts in Rußand brachte A. auf wissenschaftlichen achtan in den Ländern am Kaukasus, im armen. Hochlande und im nördl. Persien zu, um daselbst meteorolog. und ypsometr. Beobachtungen „Cant i sowie die odenstruktur und mineralog. Schätze jener Gebiete zu erforschen. Seit 1877 hat er sich nach Wien zurückgezogen. Außer einigen rein mineralog. Arbeiten sowie Reiseberichten und Abhandlungen in den „Bulletins o und Mémoireso der petersburger Akademie und in den «Bulletins de la société des nationalistes de Moscouo veröffentlichte er: «Erläuternde Abbildungen von geolog. Erscheinungen, beobachtet am Vesuv und Atna 1833 und 18345 hang⸗ 1837), «Uber die Natur und den Zusammenang der vulkanischen Bildungen» (Braunschw. 1841), «über die geolog. Natur des armen. Hochlandes» (Dorp. 1843), Geolog. Beobachtungen auf Reisen in den Gebirgsländern zwischen Kur und Araxeso (Petersb. 1868), (Geolog. Forschungen in den kaukas. Ländern » (Bd. 1, Wien 1878), Über krystallinischen Hagel im untern Kaukasus „ Wien 1879). Ihm 50 Ehren wurde ein Mineral (Arsenochalcit, arseniksaures ncllen Ron Abichit genannt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 53Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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