Hydrophorien (grch., d. h. Wassertragefest) wurden von den Griechen insbesondere in Athen und auf der Insel Agina efeiert. In Athen hingen die H. mit dem Totenkult zusammen und wurden zunächst den in der großen Deukalionischen Flut Umgekommenen zu Ehren, aber wohl im Zusammenhang mit dem allgemeinen Totenfest wahrscheinlich an einer Kluft begangen, in welche das Wasser der lut zuletzt abgeflossen sein sollte. Auf Agina betand das Fest in einem uuhorr ünglingen, welche mit Wasser gefüllte Amphoren trugen, und wurde zu Ehren des Apollo gefeiert.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 497Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei