Hypnum Dill., Astmoos, eine zu den pleurokarpischen Moosen gehörige Laubmoosgattung, deren ungemein zahlreiche, über die ganze Erde verbreitete Arten einen ästigen, dichtbeblätterten Stengel haben, aus dessen Seiten (meist gegen die Spitze der Äste hin) die langen Stiele der Fruchtkapseln (Büchsen) entspringen. Diese sind eiförmiglänglich oder walzenförmig, mehr oder weniger gebogen, mit gewölbt-kegelförmigem, fast zitzenförmig zugespitztem oder kurzgeschnäbeltem Deckel und vollständig entwickeltem Mundbesatz, welcher aus einer äußern Reihe von 16 quergerippten Zähnen und einer innern gefurchten und gezähnten Membran besteht. Auf dem Deckel der Frucht sitzt anfangs eine halbierte Mütze. Die Astmoose wachsen namentlich auf feuchtem, beschattetem Boden, an schattigen Baumstämmen und Felsen. Der dicke Moosteppich schattiger Fichten⸗ und Tannenwälder, besonders in nebelreichen Gebirgen (Harz, Thüringerwald, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Riesengebirge, Böhmer-⸗ und Schwarzwald u. s. w.), besteht vorzugsweise aus solchen, oft nur aus Millionen Individuen weniger Arten. Die meisten Astmoose fruktifizieren selten. Sie sind sehr hygrostopisch und dienen daher mehr als andere Moose dazu, die atmosphärischen Wasser aufzusaugen und sestzuhalten. Dadurch bewahren sie dem unter ihnen befindlichen Boden die Frische, tragen auch unmittelbar bei ihrer Verwesung zur Humusvermehrung des Bodens bei und gewähren, wenn sie nicht zu dicke Polster bilden, dem aufgehenden Nadelholzsamen ein geeignetes Keimbett. Dieselben sind zugleich nutzbar, da sie getrocknet zu Streu, zum Ausstopfen von Matratzen etc. verwendbar sind. unten besindlich, häufig in Zusammensetzungen.