Idrialit, ein zu Idria in Krain vorkommendes, von Schrötter benanntes Mineral, welches teils selbständige Knollen von blätterigem Gefüge, teils Anflüge auf dem Ganggestein bildet; es hat Härte bis 1,5, spezifisches Gewicht = 1,½4 bis 1,6, ist milde, pistaziengrün, gewöhnlich aber verunreinigt durch Gangschiefer mit Zinnober und dann gräulichbis bräunlichschwarz, matt bis fettglänzend, löslich in konzentrierter heißer Schwefelsäure mit tief indigoblauer Farbe; beim Verbrennen oder Destillie-Conversations-Lexikon. 13. Aufl. IX. ren gibt es ein feinschuppiges strohgelbes Destillationsprodukt, welches reines Idrialin (s. d.) ist, wobei die Verunreinigung als braunrote Asche zurückbleibt. drisi (Abu Abdallah Muhammed, al-Scherif el-Idrisi), auch el-Edrisi, einer der bedeutendsten arab. Geographen. Aus fürstl. Geschlecht, wurde er in Ceuta, wo sein vom Throne gestoßener Ahn Edris II. eine Zuflucht gefunden hatte, geboren. Schon in früher Jugend kam er nach Cordova, wo er sich mit Eifer den Studien hingab, durchwanderte einen Teil von Spanien, Nordafrika und Kleinasien und folgte später einer Einladung des Königs von Sicilien, Roger II. Eines Tags sprach der König den Wunsch aus, eine Erdbeschreibung zu besitzen, deren Text nicht auf den Angaben geogr. Schriftsteller beruhe, sondern für dessen Abfassung nur die mündlichen Berichte von Reisenden benutzt würden. J. stimmte dem Plane zu und suchte tüchtige und wissenschaftlich gebildete Männer aus, die man in die verschiedenen Gegenden der damals bekannten Erde schickte. Bei ihrer Rückkehr mußten sie dann J. ihre Beobachtungen mitteilen, und so entstand das berühmte Werk, die Geographie des J., welches derselbe 1154 vollendete. Die europ. Welt hat dies Werk erst durch die freilich an vielen Mängeln leidende franz. übersetzung A. Jauberts (2 Bde., Par. 1836 —40) genauer kennen gelernt; denn die von zwei Maroniten, Gabriel Sionita und Johs. Hesronita, veranstaltete Bearbeitung des größern Werks, welche in Rom 1592 und in Paris 1619 (unter dem Titel 4Geographia Nubiensis „) erschien, ist nur ein dürftiger Auszug. Einzelne Teile des arab. Textes haben J. M. Hartmann (Africa, Gött. 1796, und «Hispania v, 3 Bde., Marburg 1802—18), E. F. C. Rosenmüller (4Syria, Lpz. 1828), R. Dozy und M. de Goeje (Description de P'Afrique et de P'Espagne, Leid. 1866) herausgegeben. Das Todesjahr des J. ist unbekannt.