Idria, Bergstadt in der Bezirkshauptmannschaft Loitsch des Herzogtums Krain (Ssterreich), berühmt wegen ihrer ergiebigen, 1497 entdeckten Quecksilbergruben, Sitz eines Bezirksgerichts und eines Bergamts, liegt in einem tiefen, kesselartigen Thal, welches die Idrizza bewässert, ziemlich zerstreut auf einzelnen Hügeln, und hat (1881) 4284 CE., von denen etwa 600 zum Bergwerkspersonal gehören, während die übrigen sich mit Leinwandweberei, Spitzenklöppeln, sowie mit dem Brennen von Wacholderbranntwein beschäftigen. J. hat eine Hauptschule und ein Theater. Unter den Gebäuden zeichnet sich aus das 1527 von den Gewerken während der Herrschaft der Republik Venedig mitten in der Stadt erbaute Schloß Gewerkenegg oder Gewerkenburg, in welchem gegenwärtig das Bergamt ist. Bei demselben ist das Mundloch des St. Antons⸗-Hauptstollen, durch den man das Bergwerk befährt. Dies ist seiner Einrichtung wegen eins der sehenswürdigsten der österr. Monarchie. Die Ausbeute an Quecksilber beträgt (1880) 458 807 metrische Ctr. Unter den hier vorkommenden Mineralien ist der Idrialit (s. d.) zu erwähnen. Vgl. Das Quecksilberbergwerk zu J. (Wien 1881). [Bd. I, S. 467.