FeedImatrasteine
NaturlehreBrockhaus 1882

Imatrasteine, eigentümliche Konkretionen von sandigem und thonigem kohlensauren Kalk, welche sich in einem grauen sandigen Schieferthon bei dem Wasserfall Imatra (s. d.) in Finland finden; sie sind von rundlicher, abgeplatteter oder scheibenförmiger Gestalt und auf der Oberfläche mit parallel verlaufenden ringartigen Rippen und Furchen versehen, auch wohl zu zweien oder dreien seitlich miteinander verwachsen, wodurch brillenähnliche Formen hervorgehen. Manchmal enthalten sie im Innern ein Petrefakt. Es sind den Septarien zu vergleichende Zusammenballungen des kohlensauren Kalkes innerhalb des Thons; mit Unrecht hielt man sie früher für Versteinerungen unbekannter Weichtiere oder sonderbar abgeschliffene Gerölle.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 546Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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