Imbriani (Vittorio), ital. Dichter und Kritiker, geb. 27. Okt. 1840 zu Neapel, studierte daselbst, in Zürich und in Berlin Philologie und Philosophie, machte die Feldzüge von 1859 und 1866 mit und lebt in Pomigliano d'Arco bei Neapel. Geschätzt sind seine Sammlungen von Volkssagen und Volksliedern, wie Canti popolari delle Provincie meridionalio (2 Bde., Tur. 1871—72), Fiabe toscanen (Neap. 1876), Canti pomiglianesio (Neap. 1877), La novellaja fiorentinao (Livorno 1877), „La novellaja milanese (CLivorno 1878). Von seinen Gedichten erschien eine Sammlung: Esercizj di prosodiad (Neap. 1874). Seine zahlreichen kritischen und polemischen Schriften haben ihn in zahlreiche Duelle verwickelt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 547Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei