FeedAriei (Cesäre)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Ariei (Cesäre), ital. 9 290 geb. 2. Juli 1782 zu Brescia, wurde 1810 rofessor der Geschichte und Litteratur am Lyceum daselbst, 1824, nachdem von der Regierung sämtliche Lehrkanzeln der Geschichte aufgehoben worden, 15 u sein der lat. Sprache, in welcher Stellung er bis zu seinem Tode, 2. Juli 1836, verblieb. A. begründete seinen Ruf als Dichter 1808 mit dem didaktischen Gedichte La coltivazione degli olivio. Von seinen zahlreichen Poesien sind die nennenswertesten &I Coralliv Brescia 1810), didaktisches Gedicht, (La Pastoriiav (Brescia 1814), ein Lehrgedicht in sechs Gesängen, die beste unter allen poetischen Arbeiten A.s, „II Campo santo di Brescias (Brescia 1823), (Versi 1833). Auch begann er eine große epische Dichtung: (La Gerusalemme distrutta, in welcher er die Zerstörung Jerusalems durch Titus besingen wollte, wovon er jedoch nur die ersten sechs Gesänge vollendete ger erschienen Brescia 1818). Seine Übersetzung der Werke Virgils (3 Bde., Brescia 1822) hat wenig Anklang gefunden. Besonders geschätzt wurden die Discorsio, welche A. in den Commentariiv oder Jahrbüchern des Ateneo von Brescia von 1828—35 veröffentlichte. Nach A.s Tode erschienen noch Prose e Poesie inediten (Brescia 1838). Unter seinen Dichtungen zeichnen sich am meisten die didaktischen aus; als Epiker und Lyriker dagegen ist A. unbedeutend. Gesamtausgaben einer Werke erschienen zuerst 1818.—19 in Brescia (6 Bde.) und vollständiger w1858 in Padua.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 887Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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