FeedImöla
ErdkundeBrockhaus 1882

Imöla, Stadt in der ital. Provinz Bologna und Hauptort des gleichnamigen Kreises, an der Linie Bologna-Otranto der Italienischen Südbahn, auf einer kleinen, vom Santerno (Vatrenus) gebildeten Insel, in höchst reizenden Umgebungen, ist das vom Diktator Sulla erbaute Eorum Cornelii der Römer. Noch gegenwärtig ist der Ort mit Mauern, Türmen und Gräben umgeben, seit 422 der Sitz eines Bischofs, zählt (1881) 11372, als Gemeinde 29343 E. und hat ein hübsches Theater, ein Gymnasium und eine technische Schule, ein altes Schloß und mehrere ansehnliche Kirchen, darunter die im modernen Geschmack restaurierte Kathedrale und die Kirchen der Dominikaner und der Brüderschaft von San-Carlo. Hauptnahrungszweig der Bewohner ist der Weinbau; man fertigt Leder, Fayence, Glas und betreibt Seidenspinnerei. In der Nähe zahlreiche Mineralquellen. Der hier bereitete Weinstein kommt unter dem Namen Tartaro di Bologna in den Handel.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 551Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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