Indigo in rauchender Schwefelsäure löst. Wird die Flüssigkeit mit Wasser verdünnt, so scheidet sich meist etwas Monosäure aus, von welcher abfiltriert wird. Bringt man Wolle in die so erhaltene Flüssigkeit, so färbt sie sich intensiv blau und erschöpft die Lösung völlig an Farbstoff. Die blaue Wolle gibt die Saure an Alkalien leicht wieder ab, unter Bildung von leichtlöslichen blauen Salzen. Versetzt man die durch Verdünnen der ursprünglichen Lösung erhaltene Flüssigkeit mit Kochsalz, so entsteht das Natronsalz der Indigdisulfonsäure, als ein in Salzlösung unlöslicher, in Wasser leichtlöslicher Niederschlag, welcher nach dem Abpressen der Flüssigkeit einen wichtigen Farbstoff, den Indigkarmin, bildet, der im Handel immer in Breiform vorkommt und die Namen blauer Karmin, lösesliches Indigblau, gefällter Indigo, Cörulein, Indigotin, Chemisch Blau, Wunderblau führt und vielfach zum Färben von Wolle und Seide dient. [heimisch.