Innocenz IV., 1243—54, ein Fieschi aus Genua, führte einen erbitterten Kampf gegen die Hohenstaufen. Im 91 1244 mußte er vor Friedrich II. nach Frankreich flüchten, belegte 1245 seinen Gegner mit dem Bann und versuchte vergeblich, durch Aufstellung der Gegenkönige Heinrich Raspe (1246) und Wilhelm von Holland (1247) ihn zu stürzen. Nach Friedrichs Tod setzte J. den Kampf fort gegen Konrad IV., Manfred und Konradin. Erst 1251 kehrte er nach Rom zurück. Auf der Kirchenversammlung bemühte er sich, jedoch vergeblich, die griech. Kirche mit der römischen wieder zu vereinigen. Westpreußen, das zu seiner Zeit christianisiert wurde, teilte er schon (1243) in die Bistümer von Kulm, Pomesanien, Ermland und Samland. Die Kardinäle zeichnete er durch rote Hüte aus. Im Kirchenrecht besaß er so bedeutende Kenntnisse, daß man ihn Pater et organum veritatis nannte; er schrieb auch einen Kommentar zu den Dekretalen von Gregor IX. (Straßb. 1478).