Insektenpulver (Persisches), ein als Mitte zur Vertreibung, ja Tötung von Flöhen, Wanzer und andern der Insektenwelt angehörigen Parasiten angewendetes Pulver, welches aus den Scheibenblüten einiger in Kaukasien wild wachsenden Arten der Kompositengattung Pyrethrum, namentlich des P. carneum und roseum, besteht. Beide Arten sind perennierende Kräuter mit fiederteiligen Blättern und einzelnen endständigen Blütenkörbchen von der Größe derjenigen unserer gemeinen Wucher- oder Käseblume(Chrysanthemum Leucanthemum), deren Blüten und Samen in Dalmatien auch in großer Menge zu J. verarbeitet werden. Die Strahlblüten sind blaß-oder rosenrot, die kleinen Scheibenblüten gelb. Das daraus bereitete Pulver kommt höchst selten rein zu uns, indem es meist schon im Vaterlande der genannten Pflanzen mit den Scheibenblüten anderer Kompositen, namentlich von Kamillenarten vermengt wird. Obwohl diese Pflanzen bei uns im Freien aushalten, so würde sich ihr Anbau doch nicht verlohnen, da in unserm Klima die Scheibenblüten nicht den insektenvertreibenden, noch unbekannten Stoff in der erforderlichen Menge zu entwickeln scheinen. Man findet sie jetzt in unsern Gärten bisweilen als Zierpflanzen. Das erste Exporthaus für das J. wurde bereits 1842 zu Tiflis gegründet, die Hauptfabrikation jedoch 1854 nach Wien verlegt.