Jodverbindungen sind zu erwähnen: 1) Jodsäuren. Ahnlich wie das Chlor (vgl. Bd. IV, S. 320), so bildet auch das J. verschiedene Säuren, die teils als Hydrate, teils als Anhydride bekannt sind; es sind jedoch nur zwei davon genauer studiert, nämlich: a) Jodsäure, als Hydrat (10½)0H, als Anhydrid 1. 05, entsteht durch Einwirkung konzentrierter Salpetersäure auf J., krystallisiert in sechsseitigen Tafeln von saurem Geschmack, ist leicht in Wasser und Alkohol löslich, läßt sich unverändert Iuh 100² erhitzen, verwandelt sich bei 130° in ein Anhydrohydrat 13 06 U und geht bei 170° in Anhydrid über, welches unzersetzt bis gegen 300˙ erhiht werden kann. In Berührung mit Wasser wird das Anhydrid zu gewöhnlicher Jodsäure. Die Jodsäure verbindet sie mit Basen zu meist gut krystallisierbaren Salzen. Dieselben entstehen neben Nrametallen bei Einwirkung von basischen Orydhydraten auf J., so z. B. Die Jodsäuresalze werden durch Reduktionsmittel leicht in Jodmetalle verwandelt, so gibt iodsaures Kali oder Kaliumiodat beim Erhitzen mit Kohle