Jodlauge nennt man in der Jodfabri ation die durch Aussieden und Auskrystallisieren soweit wie möglich von fremden Salzen befreite Flüssigkeit, in welcher die Jodverbindungen in einem für die Abscheidung des Jods genügend konzentrierten Zustande enthalten sind. (S. unter Jo d.) Jodmetalle. Jod verbindet sich mit allen metallischen Elementen und gibt mit vielen derselben mehrere verschiedene Salze, die im allgemeinen den Oxydulen und Oryden entsprechend sind. Da, wo zwei solche Salze vorkommen, bezeichnet man das mit der geringern Zahl von Jodatomen als Jodür, das mit der höhern Zahl von Jodatomen als Jodid, z. B. Eiseniodür Felz, Eiseniodid Fez II. Die wichtigern der J. finden bei den einzelnen Metallen Erwähnung. odmethyl, Methyliodid CUIeI, dem Jodäthyl entsprechende Verbindung, die namentlich in der Teerfarbenindustrie Welsach Verwendung findet. Die Darstellung kann auf gleiche Weise wie beim + (s. d.) beschrieben, geschehen, nur unter nwendung von Methylalkohol, oder bequemer, indem man Phosphor und Methylalkohol in einen Kolben bringt, der mit einem Rückflußkühler verbunden ist; zwischen dem Kolben und dem Rückflußkühler ist ein Vorstoß eingeschaltet, dessen in den Kolben reichendes Ablaufende mit Glasbrocken gefüllt ist, auf welche das zu verwendende Jod geschichtet wird. Der Methylalkohol wird im Wasserbade zum Sieden gebracht, der im Rückflußkühler verdichtete Dampf gelangt als Flüssigkeit mit dem Jod in Berührung, sättigt sich mit demselben, wodurch beim Herabtropfen der Lösung immer geringe Mengen von Jod dem Phosphor zugeführt werden und die Reaktion höchst ruhig und ohne jegliche Gefahr verläuft. Die Flüssigkeit wird schließlich von dem zurückbleibenden Phosphor dekantiert, in Wasser gegossen, worin das I. Ecench ist, und schließlich rektifiziert. 5 seinen Eigenschaften ist das J. dem Jodäthyl sehr ähnlich, sein spezifisches Gewicht ist 2,2, es siedet bei 44 C.