FeedIridektomie
HimmelskundeBrockhaus 1882

Iridektomie (grch., d. i. Ausschneiden der Regenbogenhaut) ist eine sehr häufig ausgeführte Augenoperation, bei welcher ein Stück der Regenbogenhaut (Iris) ausgeschnitten (eine künstliche Pupille gebildet) wird. Sie kommt hauptsächlich zur Verwendung bei Verschluß oder Verdeckung der natürlichen Pupille durch Verwachsungen der Iris oder Hornhautnarben, um den Lichtstrahlen einen neuen Weg ins Auge zu öffnen, oder um die abnorm gesteigerte Spannung des Auges beim Grünen Star zu vermindern. Irideremie (grch.), s. Aniridie. ridisieren der Wolken, eine nicht selten zu beobachtende atmosphärische Erscheinung, welche ihre Entstehung ganz ähnlichen Gründen wie der Riegenbogen (s. d.) verdankt. Man beobachtet dasselbe, wenn weiß aussehende Wolken, deren Ränder mit dem Horizont parallel und die der Form nach Cirro-strati sind, in der Nähe der Sonne stehen, am besten mit einem auf der Rückseite geschwärzten Spiegel. Es zeigen sich darin selten scharfe Lichtkränze, wohl aber lebhafte prismatische Farben in Gestalt von Streifen, welche mit dem Rande der Wolke parallel sind und zuweilen einen Abstand von 10 von der Sonne haben. Meistens sind diese Streifen im Innern grün und ringsum von einem roten Rande umgeben. Sie sind völlig unregelmäßig in der Wolke zerstreut, sodaß sich ihr Ab— stand von der Sonne schwer angeben läßt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 659Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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