FeedIridiumchlorid
NaturlehreBrockhaus 1882

Iridiumchlorid verwandelt wird. Letzteres wird in Wasser gelöst, die Lösung mit kohlensaurem Natron versetzt, eingedampft, der Rückstand geglüht, wobei Iridiumsesquioxyd zurückbleibt, welches durch Waschen mit Wasser von den Salzen befreit und durch gelindes Erhitzen in einer Wasserstoffatmosphäre zu Metall reduziert wird. Das so erhaltene schwammförmige J. hat ein spezifisches Gewicht von 15,8. Es ist äußerst schwer, schwieriger als Platin, schmelzbar; durch das Schmelzen er-Heßc sich das spezifische Gewicht auf 22,4. Das geschmolzene Metall ist hart, in der Kälte spröde, bei Weißglut etwas hämmerbar. Seine Farbe ist weiß, Cäuren der des Silbers und des Zinns. In allen Säuren, selbst in Königswasser ist es unlöslich. Mit Platin legiert es sich leicht. Die Vi diumplatinlegierung zeichnet sich durch dieselbe Widerstandsfähigkeit gegen einwirkende Agentien, welche dem Platin eigentümlich ist, aus, übertrifft das Platin aber durch sehr bedeutende Härte, wodurch sie auch gegen mechan. Angriffe resistent wird. Wegen dieser Eigenschaften sind die in neuerer Zeit hergestellten Normalmetermaße aus einer Legierung von 90 Platin mit 10 Iridium angefertigt. Aus derselben Legierung sind auch Schreibfedern gemacht. Das Iridiumoxyd ist in der Porzellanmalerei als intensiv schwarze Farbe benutzt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 659Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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