Italiener, tritt im 17. Jahrh. ganz in den Hintergrund. Bei dem immer steigenden Interesse an der Oper konnte das Drama zu keiner Bedeutung gelangen. Zur Zeit der Herrschaft des Marinismus wurde die komische und tragische Bühne vorzugsweise von geschmacklosen Nachahmungen und übersetzungen span. Stücke eingenommen. Ganz vergessen sind die Tragödien des Giovanni Delfino und des Antonio Carraccio, und erst gegen das Ende des Jahrhunderts und später, wo man mit dem franz. Theater belannt wurde, versuchten es einige, in dieser Art zu dichten. Der Berühmteste zu seiner Zeit war Pier Jacopo Martelli (gest. 1727), welcher sich sogar eines dem franz. Alexandriner nachgebildeten und nach ihm martellianisch genannten Verses bediente, der indes bald, wenigstens im Tragischen, gänzlich aufgegeben wurde. Rühmliche Erwähnung verdient dagegen die Meropey des Scipione Maffei. Neben diesem Stück sind nur noch die Tragödien des Mathematikers Antonio Conti (gest. 1749) zu nennen, während die Werke des Pietro Chiari längst der Vergessenheit anheimgefallen sind. Dagegen ergötzte die Commedia dell' arte noch immer das Volk, und Flaminio Scala (gest. 1620) und Tiberio Fiorillo (gest. 1694), zu denen man noch den Maler Salvator Rosa zählen kann, erwarben sich großen Beifall. Mehrere talentvolle Dichter, wie Giambattista della Porta, der Herzog von Sermoneta, Filippo Gaetano, Scipione Errico u. a., arbeiteten vorzüglich in Neapel mit Glück für das Theater. Girolamo Giglio (gest. 1722) kopierte jedoch nur Racine und Moliere. Die Oper erhielt ihre dramatische Ausbildung am Ende des 17. Jahrh. durch Apostolo Zeno (gest. 1750), der auch Oratorien dichtete, und durch den musikalischen Lyriker Pietro Trepassi, genannt Metastasio (gest. 1782). Fünfte Periode. Bereits um die Mitte des 18. Jahrh. begann sich eine vollständige Umwälzung für die nationale Litteratur der Italiener einzuleiten, die von einem Aufschwung des öffentlichen Lebens ebensowohl vorbereitet als begleitet war. Das Studium des klassischen Altertums wurde zu neuem Leben erweckt, und die Verehrung und Nacheiferung Dantes drängte die Vorliebe für Petrarca zurück. Außerdem begannen auch die engl. und deutsche Litteratur ihren Einfluß zu üben. Dazu trat noch der sich entwickelnde Journalismus als mächtiges Förderungsmittel der Produktion. Der bedeutendste Name im Anfange dieser Bewegung ist Gasparo Gozzi (gest. 1786), der sowohl durch eigene Schöpfungen in Prosa und Poesie wie auch als Journalist und Kritiker dort neue Bahnen brach, hier als Vorbild wirkte. Bereits 1758 verteidigte er mit glänzendem Erfolge Dante gegen die Angriffe des Arcadiers Saverio Bettinelli und brachte der herrschenden Geschmacksrichtung eine entscheidende Niederlage bei. Von England her empfing er die Anregung zu seinem Wochenblatt „Osservatore periodicos (1761). In seinen eigenen Dichtungen bekundet er, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, einen ihm eigentümlichen sittlichen Adel. Neben Gozzi wirkte nicht minder erfolgreich Giuseppe Baretti (gest. 1789) durch seine Zeitschrift Frusta letterarias (seit 1763), in der er den verkehrten Zeitgeschmack angriff. Um dieselbe Zeit (1763) erschien die übersetzung des Ossian von Melchiore Cesarotti (gest. 1808) und die Dichtung 4II Giornon von Giuseppe Parini (gest. 1799), welche Werke eine weitgreifende Wirkung übten. Während Ossian der Phantasie des Italieners eine neue ideale, den ursprünglichen Adel der Menschennatur in ungeschwächter Kraft offenbarende Welt eröffnete, führte Parini mit dem genannten Werke die Dichtung zur Natur zurück. Mit den Oden Parinis beginnt eine neue Aera für die Lyrik, welche jedoch jetzt in demselben Maße, als der arcadische Geschmack die Herrschaft verlor, in eine bescheidenere Stellung zurücktrat. Dagegen wurde die didaktisch-satirische und didaktisch-epische Dichtung nach dem Vorgange der Sermonio Gozzis und des (Giornos Parinis in mancherlei Formen kultiviert. Auch der Ciceroner des Gian Carlo Passeroni entsprang aus demselben Streben nach sittlicher Kräftigung der Nation. Aurelio Bertola (gest. 1798), der Geßners Idyllen jenseit der Alpen einführte und auch sonst in umfassenderer Art, als bisher geschehen, die deutsche Litteratur in Italien bekannt machte, zeichnete sich als Fabeldichter aus. Von eigentlichen Lehrgedichten sind außer der «Riseider des Giambattista Spolverini (gest. 1762) noch hervorzuheben: Stato rusticop von Vincenzo mperiali und die «Coltivazione de' montio von artol. Lorenzo (gest. 1822), denen später noch die Pachi di setaß von Betti und die didaktischen Poesien Aricis (gest. 1836) folgten. „Der Umschwung der nationalen Litteratur wurde jedoch erst durch das neue Aufblühen des Dramas, insbesondere der Tragödie, vollendet. Seit den letzten Jahrzehnten des 17. Jahrh. war die Bühne, ebenso wie die Sitten der höhern Gesellschaft und die ital. Sprache, ganz dem franz. Einflusse verfallen. Reformator der komischen Bühne wurde (Carlo Goldoni, der zwar nicht das Ideal eines Lustspieldichters erreichte, dessen Stücke jedoch ein durchaus nationales Gepräge tragen. Von seinen Gegnern beherrschte Carlo Gozzi mit seinen Märchenspielen eine Zeit lang die ital. Bühne. Schöpfer der nationalen ital. Tragödie wurde Vittorio Alfieri, nächst Parini der bedeutendste Dichter jener Zeit. Alfieri, von hoher Vaterlandsliebe und Begeisterung für die untergegangene Größe seines Volks erfüllt, wußte in dem Grade das Interesse der Nation für die Tragödie zu erwecken, daß dieselbe seitdem in der ital. Litteratur eine hervorragende Dichtart geblieben ist. Der talentvollste Nachfolger Parinis und Alfieris war Vincenzo Monti (gest. 1828), in welchem jene Verehrung Dantes, die zur Neugestaltung der ital. Poesie so wesentlich mitgewirkt, die bedeutendsten Früchtetrug. Zugleich Dramatiker und sinnvoller Lyriker, beherrschte er die poetische Litteratur während der Zeiten der Revolution und des ersten franz. Kaiserreichs. Neben ihm wirkten noch drei bedeutendere Dichter: Ippolito Pindemonte (gest. 1828), Giov. Fantoni, genannt Labindo (gest. 1807), und Ugo Foscolo (gest. 1827), die sich sämtlich als Lyriker besondern Ruhm erwarben. Der einflußreichste unter denselben war unstreitig Foscolo, unter dessen lyrischen Poesien Isepolcrip allgemeine Bewunderung erregten. Das meiste Aufsehen unter seinen Werken machten jedoch die Ultime lettere di Jacopo Ortisp (1802), ein in der Komposition zwar Goethes Wertherr nachgebildeter, in der Ausführung aber durchaus origineller Roman. Die geistige Wechselwirkung der Völker, welche zugleich mit der Wiedergeburt des Nationalbewußtseins überall im Gefolge der Napoleonischen Herrschaft auftritt, machte sich alsbald auch in Italien geltend. Es bildete sich ein Kreis jüngerer Dichter, welche, nach Vorgang der deutschen und engl. Romantiker, in das Mittelalter zurückgriffen, dessen litterarische und künstlerische Schätze mit Eifer an das Licht gezogen und bewundert wurden. Es begann bereits im zweiten Jahrzehnt auch in Italien der Kampf zwischen Klassizismus und Romantizismus, welcher im Laufe der Zeit zu Gunsten der Prinzipien des letztern ausschlug. Das künstlerisch Bedeutendste hat diese neue Schule auf dem Gebiete der Tragödie geleistet. In der lyrischen und epischen Poesie und in den Mischformen beider, die man nach deutschen und engl. Vorbildern behandelte (Romanze, Ballade, lyrisch-epische Erzählung), zeigt sich zwar der Romantizismus am getreuesten und eigentümlichsten, aber seine Schöpfungen auf diesen Gebieten haben mit wenigen Ausnahmen nur geringen Kunstwert. Dagegen wurde die ital. Litteratur durch die Romantiker mit einer ganz neuen Litteraturgattung, dem vaterländischen geschichtlichen Roman, bereichert. Das Vorbild für diesen wurden die berühmten Promessi sposiv (1827) des Alessandro Manzoni, des Hauptes der neuen Schule, der sich auch als Lyriker ausgezeichnet und im dramatischen Fach durch seine beiden wahrhaft histor. Tragödien II conte di Carmagnolan und Adelchio eine neue Bahn gebrochen hat. Etwas später trat der Graf Giacomo Leopardi auf, welcher zwar aus der romantischen Schule hervorging, aber sich doch in seinen Oantiv als ein dewahrt. Dichter im wahren Sinne des Wortes bewährt. Manzoni und Leopardi sind die Ausgangspunkte für die meisten Dichter der jüngsten Litteraturepoche eworden. Zunächst an Leopardi schließen sich an Marchetti, Alessandro Poerio, Terenzio Mamiani, die Dichterin Ferrucci; mehr der Richtung Manzonis folgen Giovanni Berchet, Tommaso Grossi, Niccolo Tommaseo, Prati, Torti, Sestini u. a. Eine jüngere Dichtergruppe, keiner jener beiden Richtungen ausschließli huldigend, hat sich in Oberitalien durch A eardo Aleardi, Giulio Carcano, Scolari, Bellini, in Mittelitalien durch Carducci gebildet. Die neue Dichterschule, die zu Rom in jüngster Zeit um den Fursten Torlonia entstand, knüpft an Leopardi an, folgt aber auch vielfach deutschen und engl. Vorbildern. Andere beliebte Lyriker der neuern Zeit sind Romani, Carrer, Arici, Dall' Ongaro, Rossetti, Bazzoni, Imbriani, Prati, Parzanese, Guadagnoli u. s. w. Die polit. und satirischen Poesien Giu-Iav Giustis (gest. 1850), unstreitig des genialsten ital. Dichters der neuesten Zeit, übten auf den Geist und die polit. Bestrebungen der ital. Nation den größten Einfluß aus. Das dramatische Fach im besondern anlangend, so sind in der Tragödie als die bedeutendsten Nachfolger Manzonis besonders hervorzuheben Giovanni Battista Niccolini (gest. 1861), für dessen und Silvio Pellico (gest. 1854), unter dessen Tragödien „Francesca da Riminis den meisten Beifall fand. Andere Tragödiendichter sind Carlo Marenco, De Cristoforis, Rossini, Ventignano, Campagna u. s. w. Daneben wurde mit Erfolg auch das eigentliche Drama von Giacinto Battaglia, Giacometti, Gualtieri, Fortis, Balbo, De Virgilii angebaut. Besonders seit etwa 1850 entwickelte sich auf der ital. Bühne ein regeres Leben, indem teils engl. und deutsche Stücke mehr und mehr Eingang fanden, teils ausgesetzte Preise und andere Maßnahmen jungere Talente zu dramatischen Versuchen anregten. Namentlich fanden die Stücke von Gius. Revere und Dall' Ongaro, in Neapel die von Tommaso Arabia großen Beifall. Als Dichter von Operntexten trug Felice Romani viel zu den Erfolgen bei, welche die Komponisten Bellini und Donizetti mit ihren Werken errangen. Neben Romani verdienen Pepoli, Cammarano und Ferretti genannt zu werden. Der berühmteste Lustspieldichter der neuern Zeit ist Alberto Nota (gest. 1847), neben welchem nur noch Gherardi del Testa, Paolo Ferrari, Giancarlo Cosenza, Paolo Giacometti, ferner Bon und Fambri zu nennen sind. Den vaterländischen histor. Roman nach Vorgang Manzonis pflegten Massimo d'Azeglio, Cesare Cantu, Tommaso Grossi, Guerrazzi, Bazzoni, Rosini, Varese, Carcano, Bresciani, Vittorio Bersezio, Corelli, Ranieri, Tommaseo, Fanfani, Tigri, Barrili, Caso beliehte Farina u. s. w. Als Vertreter der sonst o beliebten Novelle sind neben Cesare Balbo noch Pietro Thouar, Giulio Carcano, Tullio Dandolo, Dall Ongaro, Bersezio, Ghislanzoni und Verga hervorzuheben. Auch lieferten mehrere Frauen anmutige Novellen. Die sentimentale Erzählung hat in De Amicis ihren besten Vertreter gefunden. Die wissenschaftliche Geschichtschreibung begann zwar seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. ebenalls ihre Entwickelung, wurde aber durch das Mißrauen des weltlichen und geistlichen Absolutismus ehr gehindert. Zur Blüte gelangte sie erst seit dem volit. Umschwunge, der zunächst in Piemont und ann in den Geschicken der ganzen Halbinsel eintrat. Ramentlich war es die Geschichte des Vaterlandes, ie von vielen Italienern ebenso gründlich als geistdoll, wenn auch öfters unter dem Einflusse betimmter polit. oder kirchlicher Tendenzen bearbeiet wurde. In frühere Zeit gehören, außer den Arbeiten Deninas (gest. 1813), besonders die geschichtlichen Werke von Carlo Botta ( est. 1837) und die neuere Geschichte Neapels von Pietro Colettalgest. 1831). Die erste allgemeine Weltgeschichte erhielten die Italiener durch Cesare Cantu. Die Geschichte Italiens im allgemeinen wurde meist mit Rücksicht auf die Einheitsidee bearbeitet, wie von Zeni, Cesare Balbo, Borghi, Cantü, La Farina u. a. Muratoris «Annaleno fanden ihren Fortsetzer in Coppi. „Haloinfe Arbeiten über die früheste Geschichte der Hal insel lieferten Micali, Garzetti, Mazzoldi, Vannucci, Ranieri, über das Mittelalter Troya, Baudi di. Vesme, Michele Amari, Tosti, Giuseppe de Cesare und viele andere. Die Geschichte der neuen und neuesten Zeit behandelten Farini, Gualterio, La Farina, Ranalli, Anelli, Montanelli, Carutti, Pepe, Bianchi u. s. w. In der kriegsgeschichtlichen Litteratur nehmen die Werke von Ercole Ricotti und Mariano d'Ayala eine hervorragende Stellung ein. Unter den zahlreichen Arbeiten über die Geschichte einzelner Staaten, Landschaften und Städte sind von anerkanntem Werte die neuern Geschichtswerke über Sicilien von Amari, Palmieri, Alessi, über Venedig von Romanin, über Piemont und Zubehör von Cibrario, Selopis, Gallenga, Nicomede ianchi, über Genua von Canale, Serra, Varese, über die Lombardei von Cesare Cantu, über Lucca von Mazzarosa, über Florenz von Gino Capponi, über Pavia von Carlo Magenta und viele andere. Kirchengeschichtliche Arbeiten schrieben Salzano, Tosti, Capecelatro, Bianchi Giovini, Anelli. Die Geschichte der nationalen Kunst schrieben, außer Lanzi, besonders Rosini, Cicognara, Ranalli, Marchese, Guasti, Selvatico; die der Litteratur Corniani, Ugoni, Maffei, Cimorelli, Emiliani-Giudici, Cereseto, Ambrosoli, Sanfilippo, Cantü, Settembrini, De Sanctis, Bartoli, Finzi u. s. w. Als Organ für die histor. Forschung wurde 1842 zu Florenz das Archivio storico italianoo von Vieusseur begründet; auch traten seitdem histor. Kommissionen und Vereine zu Turin, Parma, Bologna, Modena, Florenz, Genua und anderwärts zusammen. Unter den histor.polit. Schriften haben besonders die von Massimo d'Azeglio, Balbo, Gioberti und Mazzini einen mächtigen Einfluß auf die öffentliche Meinung und die Gestaltung der Dinge geübt. Auf rechtsphilos. Gebiete erlangten die Werke von Filangieri (gest. 1788) über die Gesetzgebung und von Beccaria (gest. 1793) über Verbrechen und Strafen nachhaltige Bedeutung. In den ersten Jahrzehnten des Jahrhunderts war die Philosophie besonders durch Romagnosi vertreten. In enger Verbindung mit den polit. und kirchlichen Idealen, welche die verschiedenen Parteien zu verwirklichen strebten, standen die philos. Systeme und Arbeiten von Galuppi, Rosmini, Gioberti, Mancino, Mamiani, Ferrari u. a. In jüngster Zeit wandte man sich mit Vorliebe und großem Erfolge dem Studium der neuern deutschen Systeme, insbesondere der Hegelschen Philosophie zu. Vgl. Mariano, WLa Philosophie coutemporaine en Italie (Par. 1868); Ferri, Essai sur I'histoire de la philosophie en Italie au 19“ siècles (2 Bde., Par. 1869). Auch auf den übrigen Gebieten der Wissenschaft, wie namentlich der Mathematik, Astronomie und Physik, der Anatomie und Physiologie, der Naturgeschichte, der Bauwissenschaft, ferner der Jurisprudenz, Nationalökonomie und Pädagogik, ist Italien, seit sich der Staat mehr von dem kirchlichen Einflusse emancipierte, rasch vorwärts geschritten. Auf die Wiederbelebung der Altertums- und Sprachstudien sind neuerdings die Arbeiten der Deutschen von nicht geringer Einwirkung gewesen. Unter den klassischen Philologen haben sich Facciolati, Forcellini, Fea, Angelo Mai, Vallauri, Grosso, unter den Archäologen Inghirami, Borghesi, Avellino, Minervini, Cavedoni, Spano, Graf Rossi laltchristl. Kunst), als Agyptologen Rosellini und Peyron, als Orientalisten Castiglioni und Amari einen europ. Ruf erworben. Das Studium des Sanskrit wurde in Italien durch Gorresio und Flecchia begründet. olt. Um die Linguisten sind Biondelli und Ascoli. Um die eigene Sprache haben sich Cesari, Giordani, Parenti, Monti, Perticari, Gherardini, Nannucci, Tommaseo, Puoti, Carena, Fanfani verdient Krälter Neuerdings wandten sich mehrere jüngere Kräfte, wie D'Ancona, Teza, Zambrini, Rejna, D'Ovidio, Renier, Graf, Caix u. a. der wissendentmäler. Bearbeitung der ältern ital. Sprach— denkmäler, andere der Sammlung von Volksliedern, Don u. s. w., sowie der Dialektforschung zu. Von den Arbeiten über ital. Litteraturgeschichte sind, außer den zahlreichen Schriften über die Ge-Proi der Litteratur und der Gelehrten einzelner rovinzen und Städte, namentlich folgende hervorzuheben: Crescimbeni, «Storia della volgar poesia (6 Bde., Rom 1698; Vened. 1731); Quadrio, «Storia e ragione d' ogni poesia (7 Bde., Bologna 1739; Mail. 1741 — 52); Mazzucchelli, „Gli scrittori d' Italiao (Bd. 1— 6, Brescia 1753 —63), in alphabetischer Ordnung, aber nur die beiden ersten Buchstaben umfassend; Tiraboschi, „Storia della letteratura italianao (14 Bde., Modena 1772—83; 16 Bde., 1787—94; 12 Bde., Rom 1785; 16 Bde., Mail. 1822—26 u. öfter), an den sich fast alle spätern Arbeiten anlehnen, und der an Lombardi in der «Storia della letteratura italiana nel secolo XVIIIL (4 Bde., Modena 1827—30) und Levati in dem Saggio sulla storia della letteratura italiana ne' primi 25 anni del secolo XIXo (Nail. 1831) Fortsetzer fand; Corniani, «Secoli della letteratura italiana (9 Bde., Brescia 1818 —19; fortgesetzt von Ticozzi, 2 Bde., Mail. 1832 —33); Ugoni, Della letteratura italianas (3 Bde., Brescia 1820—22 u. öfter); Maffei, «Storia della letteratura italiana (2. Aufl.,4 Bde., Mail. 1834); Emiliani-Giudici, «Storia della letteratura italiana (2. Aufl., 2 Bde., Flor. 1855); Rovani, „Storia delle lettere e belle arti in Italias (3 Bde., Mail. 1856 — 58); 02. Aunl, 4 „Manuale della letteratura italiana (2. Aufl., 4Bde., Flor. 1864); Sanfilippo, «Storia della letteratura italianao (3 Bde., Palermo 1863); Settembrini, Lezioni di letteratura italianad (3 Bde., Neap. 1869 — 72); De Sanctis, «Storia della letteratura italianao 2 Bde., Neap. 1870—71); am gründlichsten die Storia letteraria d' Italia scritta da una società di amici sotto la direzione di Pasquale Villario (5 Bde., Mail. 1870fg.) und Bartoli, «Storia della letteratura italianan (Bd. 1—7, Flor. 1878—84; deutsch durch von Reinhardstöttner, Bd.I, Lpz.1883); Roux, Hlistoire de la littérature contemporaine en Italies (Par. 1874); L. von Ranke, «Zur Geschichte der ital. Poesiev (Berl. 1837); Ruth, „Geschichte der ital. Poesies (2 Bde., Lpz. 1844—47); Cereseto, «Storia della poesia in Italiad (3 Bde., Mail. 1857); Ebert, «Handbuch der ital. Nationallitterature (Marb. 1863); Wolf, «Die ital. Nationallitterature (Berl. 1860); Klein, «Geschichte des ital. Dramaso (4 Bde., Lpz. 1866—-69); Koerting, «Geschichte der Litteratur Italiens im Zeitalter der Renaissances (Bd. 1—3, Lpz. 1878 — 84). Die besten ital. Zeitschriften, welche ein periodisches Bild der Bewegung auf litterar. Gebiete geben, sind die Rivista Europeav (Flor.) und La nuova antologiav (Rom); vorzüglich aber das von Graf, Novati und Renier herausgegebene «Giornale storico della letteratura italianap (Turin). 8 amma s. unter Italienische unst.