Herold (Louis Jos. Ferd.), franz. Opernkomponist, geb. zu Paris 28. Jan. 1791, trat 1806 ins Konservatorium, wo er bei Louis Adam Klavierspiel, bei Catel Harmonielehre und schließlich bei Mehul Komposition studierte. Im J. 1812 erhielt er den großen Kompositionspreis für die Cantate «Madeémoiselle de Lavallière. Als Stipendiat der Regierung ging er nun nach Rom, dann nach Neapel, wo er mit einer Oper: La gioventu di Enrico V.b, beim Theater del Fondo ziemlich Glück machte. Im J. 1815 nach Paris zurückgekehrt, half ihm Boieldieu zum ersten Schritt auf die franz. Bühne, indem er ihn zur Mitarbeiterschaft an der Oper «Charles de France annahm. Im J. 1816 kam dann ein Werk von ihm allein, Les rosièreso, mit leidlichem Erfolge in der Opéra-Comique zur Aufführung; diesem folgte alsbald die melodienreiche Operette Les clochettes o oder Das Zauberglöckchen». Erst 1826 errang er mit der reizenden Oper «Maried einen unbestrittenen Erfolg, und 1831 bereitete ihm Zampay einen glänzenden Triumph, welche Oper sich auch dauernd auf der deutschen Bühne heimisch machte und H.s Hauptwerk ist. Auch seine letzte Oper, Le Pré aux Clereso (Der f! Zweikampfe), die im Dez. 1832 zur Aufführung gelangte, hatte großen und nachhaltigen Erfolg. H. starb in Paris 19. Jan. 1833.