Jackson (Thomas Jefferson, genannt Stonewall), bedeutender südstaatlicher General im amerik. Bürgerkriege, geb. 21. Jan. 1826 zu Clarksburg in Virginien, wurde von 1842 ab in der Militärschule zu Westpoint erzogen und 1846 als Ofsizier in die Artillerie eingestellt. J. that sich im mexik. Kriege hervor, sodaß er das Brevet als Major erhielt, nahm aber schon 1852 den Abschied und wirkte von da an bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs als Professor der Mathematik an der Militärschule zu Lexington in Virginien. Im J. 1861 schloß er sich den Konföderierten mit Begeisterung an, organisierte schon im April 1861 als Oberst ein Regiment und wurde noch im Mai General und Befehlshaber eines selbständigen Korps bei Harpers-Ferry. J. half die erste Schlacht bei Bull-Run (21. Juli 1861) für den Süden dadurch entscheiden, daß er mit seiner Brigade fast unter den Augen des unfähigen Bundesgenerals attersondem bedrängten Beauregard zu Hilfekam. Nach dem amtlichen Schlachtberichte stand J. im heißesten Kampfe wie ein stonewall (Steinwall), wovon er und seine Brigade diesen Zunamen erhielten. Gegen Ende 1861 zum Generalmajor ernannt, behauptete er bis zum Frühjahr 1862 das wichtige Shenandoahthal, vertrieb daraus im Mai 1862 den Bundesgeneral Banks und nahm, bis zum Potomac vorrückend, eine so drohende Stellung ein, daß von Washington her das Korps Mac Dowells gegen ihn entsendet werden mußte. Zugleich rückte Fremont mit einem Korps von Westvirginien gegen ihn an. J. schlug 8. Juni bei Croß-Keys Fremont, darauf den Unionsgeneral Shield bei Port Republik und führte sein Korps nach Richmond. Während der siebentägigen Schlacht vor Richmond siegte J. bei Gaines-Mills 27. Juni gegen Porter, wurde aber 1. Juli mit in die Niederlage von Malvernhill verwickelt. In dem Augustfeldzuge am Rapidan und Rappahannock bildete er die Vorhut des konföderierten Heers unter Lee und entschied durch seine kühnen Operationen den zweiten Sieg von Run (s. d.). Bei dem darauffolgenden Einfall Lees in Maryland führte J. wieder dessen Vorhut, marschierte nach überschreitung des Potomac auf Frederick und nahm 13. Sept. Harpers-Ferry, wo 14000 Mann unter Miles die Waffen streckten. Bei Antietam (17. Sept.) hielt er den Hauptangriff aus und wurde zum Rückzug nach Virginien gezwungen. Bei Fredericksburg (13. Dez.) befehligte J. den rechten Flügel und verhinderte den Übergang Franklins uber den Rappahannock, wodurch hauptsächlich der Sieg über Burnside entschieden wurde. Zur Belohnung wurde J. zum Generallieutenant befördert. Bei Eröffnung des Frühjahrs1 von 1863 griff J. bei Chancellorsville 2. Mai den rechten Flügel Hookers an und jagte ihn in die Flucht. Hier wurde sein Korps irrtümlich von einem südcarolinischen Regimente beschossen und er selbst schwer verwundet. Er starb 10. Mai 1863 in Guineas Station. Vgl. Cooke, «Stonewall J., a military biographys (Neuyork 1866).