Houston (Samuel), amerik. Politiker, geb. 2. März 1793 bei Lexington in Virginien, wuchs in Osttennessee auf, entlief aus der Schule zu den Cherokesen, wurde, nachdem er drei Jahre unter ihnen verweilt, Lehrer, Indianeragent und schließlich Advokat, in welcher Eigenschaft er sich in Lebanon in Tennessee niederließ. Im J. 1823 in den Vereinigten-Staaten-Kongreß gewählt, wurde er 1827 Gouverneur von Tennessee, legte aber schon 1829 sein Amt nieder und begab sich wieder zu den Cherokesen. Von hier aus schürte er die Revolution in Texas, agitierte für dessen Abfall von Mexiko und rückte 1835 als Anführer der texanischen Nors charen gegen Santa-Anna ins Feld, den er 21. April 1836 bei San Jacinto vollständig schlug. Mit diesem Siege war die Unabhängigkeit von Texas entschieden und H. wurde der erste Präsident der Republik (22. Okt. 1836). Sein Ziel war deren Aufnahme in die Union und zwar als Sklavenstaat. Diese erfolgte denn auch Ende 1845, worauf H. als Senator in den Vereinigten-Staaten-Kongreß bis zum 4. Mai 1859 gesandt wurde. Im Aug. 1859 wurde er zum Gouverneur des Staats gewählt, legte aber infolge der Secessionsbewegung dieses Amt bald nieder. Er starb zu Huntersville in Texas 25. Juli 1863.