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ReligionBrockhaus 1882

Jahve, die ursprüngliche Aussprache des heiligen Gottesnamens im Alten Testament, wofür nach dem Vorgange des Franzikaners Galatin, insbesondere aber durch den Einfluß Luthers in der prot. Kirchensprache Jehovah gebräuchlich wurde, obgleich in der Lutherschen Bibel dafür überall der Herro (SERR) gesetzt ist. Die Aussprache Jehovah rührt von dem Umstand her, daß die Massoreten, jene alten jüd. Gelehrten, durch deren Hände unsere heutigen hebr. Texte gegangen sind, überall im Alten Testament unter die Konsonanten des heiligen Gottesnamens Mh () die Vokale des Wortes Adonài (der Herr) setzten, um anzudeuten, daß beim öffentlichen Schriftenlesen für Mrh vielmehr Adonài gesprochen werden sollte. Der Name J. galt nämlich infolge buchstäblich engherziger Ausdeutung des zweiten Ge—⸗ bots (nach Lutherscher Zählung) und des Verbots 3 Mos. 24, 16 fur zu heilig, als daß man ihn in den Mund nehmen dürfe. Nach der überlieferung der Juden (2 Mos. 3, 14) bedeutet derselbe Ich werde sein der ich sein werder, ader Seiender, bezeichnet also das reine wahre Sein, die Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit Gottes. übrigens wird an der angeführten Stelle der Name J. als neuer Gottesname im Zusammenhange mit einer neuen Offenbarung des Wesens Gottes eingeführt, was in Verbindung mit vielen andern Spuren darauf hinweist, daß derselbe erst seit der mosaischen Zeit bei den Hebräern in Gebrauch kam, und zwar im Zusammenhange mit einer neuen Entwickelungsstufe ihres Gottesbewußtseins überhaupt. Im Unterschied von allgemeinern Bezeichnungen des göttlichen Wesens, wie El, Elohim, El-Schaddaài, Adonài, welche auch bei andern Völkern semit. Abkunft sich finden, ist J. der Name für den Bundesgott Jsraels. aihün, arab. Name des Amu (s. d.). aik, der ehemalige Name des Flusses Ural (s. d.). alla, d. h. Hochfläche, ein Höhenzug im südl. Rußland, welcher die Südküste der Halbinsel Krim begleitet und stellenweise einen flachen Kamm trägt, eine 155 km lange Jurakalkkette, der Südküste so nahe gelegen, daß nur ein schmaler Uferstrich ubrigbleibt. Sie zerfällt in zwei Stücke, in deren Mitte der Berg Demirdschi und der 1523 mehohe Tschatyr-Dagh oder Palath-Gora, d. h. Zeltberg, steil und isoliert steht.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 780Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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