Järta (Hans), schwed. Staatsmann, geb. 11. Febr. 1774, Sohn des Generallieutenants Freiherrn Karl Hierta, Eudterie in Upsala und war seit 1791 in der königl. Kanzlei angestellt. Infolge der auf dem Reichstage von 1800 zwischen dem Könige und dem Adel eintretenden Spannung schloß er sich denjenigen Adeligen an, welche dem Adelstande entsagten. Er nahm den Namen J. an und trat aus dem Staatsdienste. Als die Revolution von 1809 ausbrach, ward er, nachdem er die neue Verfassung ausgearbeitet, als Staatssekretär dem Handels- und Finanzdepartement vorgesetzt. Nachdem er 1811 seine Entlassung aus dem Ministerium genommen, ging er 1812 als Landeshauptmann nach Falun, lebte seit 1822 als Privatmann in Upsala wurde 1837 Chef des Reichsarchivs und zog sich 1844 von allen öffentlichen Geschäften zurück. Er starb 6. April 1847. J. war zuletzt ein erklärter Feind des modernen Liberalismus, obschon er in einer Jugend als eifriger Republikaner mit ironischer Schärfe dem cancien régimev entgegengetreten war. Seine neuen Grundsätze hat er in seiner Zeitschrift «Odalmannen (Falun 1822—23) ausgesprochen. Mit Geijer verfocht er das der Klas— sizität bei dem Schulunterricht gebührende Übergewicht in der Schrift KOm Syeriges lärowerko (Stockh. 1832). Von gründlichen Quellenstudien der sein 1832 von der Akademie der Geschichte und er Altertümer gekrönter KFörsök att framställa Svenska Lagfarenhetens utbildning ifràn Gustaf I. anträde till Regeringen intill sluteét af 17. ärhundradeto (Stockh. 1838). Sein ältester Sohn, Karl Thomas J., geb. zu Stockholm 2. Sept. 1802, früher Lektor am Gymnasium zu Westeräs, seit 1839 Professor der Staats-Launt als an der Universität zu Upsala und bekannt als Verfasser einiger von der schwed. Akademie gekrönter Preisschriften, starb 8. Nov. 1841.