Jekaterinodar (Katharinengabe), Hauptstadt des russ., zu Ciskaukasien gerechneten Landes der Kubanischen Kosaken, welches früher Land der Tschernomorischen, d. h. am Schwarzen Meere wohnenden Kosaken genannt wurde (s. Kuban), liegt am rechten Ufer des Kuban am Einfluß des Karassuk in denselben in sumpfiger Umgebung und ist selbst eine Pfützenstadt mit kleinen, meist aus Lehm erbauten Häusern in breiten, geradlinigen Straßen. Die Stadt wurde 1792 erbaut. Sie ist Sitz des Hetmans des Kubanischen ach ei Jahre zählt (1882) 32303 E. und hat jährlich drei Jahrmärkte, auf denen ein bedeutender Viehhandel getrieben wird. Die sonst offene Stadt wird nur durch die Sümpfe und durch einen mit niedrigem Wall und schmalem, wenig tiefem Graben umschlossenen Krepost (verschanztes Lager) gesichert. Innerhalb dieser ärmlichen Festung befinden sich das Militärhospital, sechs Kirchen, darunter die massive Kathedrale mit reicher Silberpracht, ein Gymnasium crate Talgschmelzereien u. s. w.