Johann I., König von Portugal, genannt der Unechte als natürlicher Sohn des Königs Peter I., erhob sich nach dem Tode seines Bruders Ferdinand 1383 gegen die Nachfolge der Tochter desselben Beatrix, welche mit Johann J. von Castilien vermählt war, und wurde nach seinem Siege bei Aljubarrota 1385 über die Castilier von den Ständen als König anerkannt, von den Castiliern aber erst nach langem Kriege 1411. So wurde J. der Gründer einer zweiten portug. Dynastie, welche darauuf bedacht war, im Innern die Macht des Adels einzudämmen und nach außen hin sich durch Erwerbungen an der afrik. dei zu verstärken; 1415 ward Ceuta erobert und seit 1418 begann J.8 jüngerer Sohn Heinrich, genannt der Seefahrer, als Großmeister des Christusordens seine Thätigkeit, durch welche das westl. Afrika entdeckt und schließlich Handel und Herrschaft der Portugiesen bis nach Indien ausgedehnt wurde. J., der an Stelle Coimbras Lissabon zur Residenz machte, starb 1433.