Johann III., König von Portugal 1521—57, Sohn Emanuels d. Gr., schloß sich ganz an Kaiser Karl V. an, dessen Schwester Katharina er heiratete und dessen Tochter Johanna er mit seinem Sohne Johann vermählte. Noch war das Ansehen Portugals im Steigen, besonders da gerade in dieser Zeit die Besitzungen in Indien an Ausdehnung und Ertrag zunahmen. Aber im Innern wurde schon der Keim des Zerfalls sichtbar durch den steigenden Einfluß der Jesuiten, welche nach dem Tode J.8 durch dessen Bruder, den Kardinal Heinrich, als Regenten für den unmündigen König Sebastian, den Sohn des schon 1554 gestorbenen Prinzen Johann, die ganze Regierung in ihre Hand bekamen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 860Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei