FeedJohann I.
GeschichteBrockhaus 1882

Johann I., König von Dänemark, Norwegen und Schweden, war schon als Knabe 1457 von den Schweden als Nachfolger seines Vaters Christian I. von Oldenburg anerkannt worden und galt, als er 1481 diesem in den andern Reichen nachfolgte, auch in Schweden als Oberherr, obwohl die thatsächliche Regierung in den Händen des Rei Sverwesers Sten Sture lag. Von Nebenbuhlern bedrängt, entsagte letzterer 1497 ganz zu Gunsten J.S. Nun zog J. 1500 mit einem zahlreichen Söldnerheer, der Egroßen Gardev, und holstein. Rittern gegen die Bauernrepublik der Dithmarschen, erlitt aber bei Hemmingstedt eine gewaltige Niederlage. Das ermutigte auch die Schweden zur Losreißung von der drückenden Union; sie eroberten 1501 Stockholm, nahmen J.s Gattin gefangen und wählten sich wieder Reichsverweser, erst Sten Sture, nach dessen 864 Johann III. (König von Schweden)- Tod 1504 seinen frühern Gegner Swante Sture, endlich 1512 dessen Sohn Sten Sture. J. aber war um so weniger im Stande, Schweden zu unter—⸗ werfen, weil er gleichzeitig auch mit Lübeck und den Hanseaten wegen ihrer Handelsbeziehungen dorthin in einen für die dän. Küsten verderblichen Krieg ge— raten war, und kaum war dieser beigelegt, als er selbst Febr. 1513 starb. Seine Ansprüche auf Schwe— den gingen auf seinen Sohn Christian II. über.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 863Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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