FeedJohaunn Adolf II.
GeschichteBrockhaus 1882

Johaunn Adolf II., Herzog von Sachsen-Weißenfels-Querfurt, kursächs. Generalfeldmarschall und Reichs-Generalfeldzeugmeister, geb. 4. Sept. 1685, befehligte 1702 am Rhein das querfurtsche Kontingent, trat in hess. Dienste und zeichnete Dianr Höchstädt, Turin und als Reiteroberst bei Malplaquet aus, worauf er 1709 als Generalmajor in kursächs. Dienste trat. J. kämpfte während des Nordischen Kriegs auf den verschiedensten Kriegstheatern und zeichnete sich namentlich vor Stralsund, sowie 1716 in Polen aus, befehligte 1718 die sächs. Hilfstruppen in Ungarn und während des Polnischen Thronfolgekriegs 1733 und 1734 in Polen, leitete gemeinsam mit dem russ. Feldmarschall Münnich die Belagerung von Danzig und wurde 1735 kursächs. Generalfeldmarschall und Generalfeldzeugmeister des Reichs. Im J. 1736 gelangte er zur Regierung, übernahm 1742 den Oberbefehl über die sächs. Truppen und führte diefen auch während des zweiten Schlesischen Kriegs. J. starb beim Besuche der leipziger Messe 16. Mai 1745; er war der letzte Herzog von Sachsen-Weißenfels-Querfurt. Vgl. Leben und Thaten des Herzogs J.v (Frankf. u. Lpz. 1744).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 862Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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