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HeilkundeBrockhaus 1882

Hotze (Joh. Konrad, später Friedr., Freiherr von), österr. Feldmarschalllieutenant, geb. 20. April 1739 zu Richterschwyl in der Schweiz, Sohn eines Arztes, studierte zu Tübingen, trat 1757 in württemb. Militärdienst und nahm in der Reichsarmee am Kriege gegen Preußen teil, wurde gefangen, nahm dann preuß., nachher russ. Dienste, wo er bis zum Major aufrückte, trat 1778 als Dragonerrittmeister in die österr. Armee und wurde 1786 Oberst im 8. Kürassierregiment. H. ging auf Wunsch der Kaiserin Katharina II. auf einige Zeit nach Rußland und organisierte die dortigen Kürassiere, kehrte dann nach Osterreich zurück, focht 1789 gegen die Türken, seit 1792 mit Auszeichnung lure die Franzosen und wurde 1786 Feldmarschallieutenant in der Armee am Oberrhein. Im J. 1797 kämpfte H. in Deutschland, 1799 stand er an der graubündener Grenze, eroberte den Luziensteig, schlug Massena bei Winterthur, trug viel bei zum Siege des ehlshober Karl bei Zürich und blieb dann als Befehlshaber der in der Schweiz stehenden Truppen zurück. H. fiel 25. Sept. 1799 bei Schännis bald nach Beginn der zweiten Schlacht bei schen Er hinterließ eine Geschichte des Wurmserschen Feldzugs am Oberrhein. Schönhals hat H.s Leben ausführlich dargestellt (Zürich 1853).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 414Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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