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ReligionBrockhaus 1882

Johannes, monophysit. Bischof von Ephesus, im 6. Jahrh., lebte meist am kaiserl. Hofe zu Konstantinopel und genoß besonders bei Justinian große Gunst. Dieser gab ihm den Auftrag, die im Reiche noch vorhandenen Heiden zum Christentum zu bekehren, und J. soll in Kleinasien 70000 Heiden bekehrt und 96 christl. Kirchen erbaut haben. J. 6 schrieb eine Geschichte der christl. Kirche bis zum n J. 585, von welcher bisher nur Bruchstücke auf⸗ v gefunden sind. Vgl. Schönfelder, «Die Kirchengeschichte des J. von Ephesus v (München 1862); Land, „J., Bischof von Ephesus, der erste syr. Kir-a chenhistoriker » (Leid. 1856). ohannes I. Tzimiskes, byzant. Kaiser, von n Geburt ein Armenier aus Hierapolis am Euphrat i bei Armida, war der Neffe oder Vetter des kriege-f rischen Kaisers Nikephoros II. Phokas. Durch kränkende Zurücksetzung tief erbittert, folgte J. der Auf⸗ 3 orderung der mit ihrem Gemahl zerfallenen Kaiserin t heophano und ermordete mit ihrer Hilfe in der d Nacht vom 10. zum 11. Dez. 969 in der byzant. Hofburg den Kaiser, um dann selbst den Thron zu e besteigen. Vor allem wichtig wurde für das Reich fr die glänzende Abwehr des russ. Großfürsten Swätoslaw von Kiew, der 971 zu Silistria den Griechen ! unterlag, die Wiedergewinnung der Donaugrenze für das Byzantinische Reich, und die Wiedereroberungsyr. und mesopotam. Landschaften (974 und 975) auf Kosten der Araber südwärts bis nach Berytos und ostwärts bis Nisibis. Durch einen Agenten des mit ihm verfeindeten Staatsministers Basilios vergiftet, starb J., erst 51 Jahre alt, am 10. Jan. 976 in Konstantinopel.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 868Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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