Ananias, jüd. Hohepriester, 48 —59 n. Chr., hatte sich 52 vor dem röm. Kaiser Claudius wegen Gewaltthätigkeiten der Juden zu verantworten, trat gegen den Mich a Paulus in Jerusalem und u Cäsarea feindlich 909 und herrschte noch nach snem Rücktritt vom hohenpriesterlichen Amte wie ein Despot zu Jerusalem, bis er beim Ausbruch des jüd. Kriegs (66) als Römerfreund von dem aufständischen Volke ermordet wurde. — A. hieß auch ein Christ zu Jerusalem, der seine Güter zum Besten der Gemeinde verkauft, aber im Einverständnis mit seiner Gattin Sapphira einen Teil des Erlöses zurückbehalten und, wegen dieser Unlauterkeit von Petrus hart getadelt, soll f mit Sapphira den Geist aufgegeben haben soll; ferner ein Hinnnd zu Damaskus, welcher nach der Erzählung der ainndeten Nonl (9, 10 fg.) dem bekehrten und erblindeten Paulus durch Handauflegung das Augenlicht wiedergab und ihn taufte. Die kirchliche Sage macht ihn zum Bischof von Damaskus und zum Märtyrer.