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Sagen & MythenBrockhaus 1882

Abba, d. i. Vater (der Vater, mein Vater), ist aus dem Jüdisch-Aramäischen in die christl. Sprache übergegangen, teils als Anrede an Gott im Gebet, so schon im Neuen Testament, teils als Chrentitel der ub Personen in der Kirchensprache. 2½ in der abenländ. Kirche das Wort in der lat. Form Abbas (woraus franz. Abbé, engl. Abbot, ital. Abbate, deutsch Abt) zum Amtsnamen der Klostervorsteher geworden ist, hat es sich im Morgenlande, Aunr den syr. und kopt. Kirchen, auch als Titel von Bischöfen und Haupt 68 forterhalten. W Abessinien wird das Haupt der äthiop. Kirche amt Kelheim des bayr. Regierungsbezirks Riederbayern, am rechten Ufer der Donau, an der Linie Donauwörth-⸗Regensburg der Bayrischen Staatsbahn und an der hier durch mächtige Felsen gebro-Regen Straße von München und Freising nach egensburg, hat eine hübsche, 1851 in altdeutschem Stil erbaute Pfarrkirche, Kammwollgarnspinnerei, Braunkohlengruben und zählt gegen 1200 E. Bescwach bekannt ist der Ort durch sein Wildbad, eine chwach alkalische Schwefelquelle, welche zum Baden und Trinken gegen Gicht, Lähmungen, Rheumatismen, Hautauss Hage; Uterusleiden u. s. w. empfohlen wird. Über dem Orte erheben sich die Reste der Heinrichsburg, auf welcher Kaiser Heinrich II. 973 eboren ward. Bei A. siegten 19. April 1809 die Fransosen unter Davoust über die Ssterreicher unter ee Karl. Vgl. Stänglmayr, Notizen über die Schwefelquellen von A.» (Regensb. 1862).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 16Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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