Amorbach, Stadt im . Regierungsbezirk Unterfranken, 7,5 km südwestlich von Miltenberg, in einem der schönsten Thäler des Odenwaldes an der Mud und der Eisenbahn A.⸗Aschaffenburg, ist Besitztum und Residenz des Fürsten von Leiningen, Sitz eines Amtsgerichts, Rent⸗ und damele, Et hat zwei Kirchen, eine fürstl. Domänenanzlei, Studienanstalt und Zeichenschule, ein Armen⸗ und Krankenhaus und zählt 2500 E., die Obst⸗ und Weinbau sowie Tuchweberei und Papierfabrikation treiben, auch Schneide⸗, Ol⸗, Walk- und Lohmühlen unterhalten. Die ansehnlichsten Gebäude der Stadt sind die schöne, jetzt den Protestanten eingeräumte Kirche der ehemaligen reichen Benediktinerabtei A. mit vier Türmen und einer ausge Ioz wüt. Orgel und das neue fürstl. fahr den10hl mit schönen Gartenanlagen. Ungefähr 1 km im Norden von A. steht die Kapelle St. Amorsbrunn mit einer berühmten Quelle. Dieselbe wurde 714 dem heil. Dbem erbaut, eib sein Bekehrungsgeschäft im Odenwalde dem heil. Amor übertrug. 27 diesem wurde das 730 — 734 erbaute Kloster A. genannt. Die Abtei gelangte bald u Ansehen, hatte aber im Bauernkrieg und im Dreißigiahrigen Krieg viel zu leiden und kam 1803 nebst der Stadt und dem kurmainzischen Amte A. an den Fürsten von Leiningen, 1806 an Baden, 1808 an Hessen, 1816 an Bayern.