Abbotsford, der berühmte Landsitz des Dichters Walter Scott, in der schott. Grafschaft Selkirk, am ßlusse Tweed, in der ähe der Abteien Melrose, edburg und Dryburgh, und der Städte Selkirt und Galashiels, war ehemals ein Kloster. Walter Scott kaufte 1811 das altertümliche Haus und gestaltete es allmählich zu einem romantif chen Wohnsitz um, mit schönen Anlagen, einer Bibliothek, Antiquitäten und Gemälden. Der Baronetstitel der Familie war auf A. gegründet; derselbe erlosch aber schon 8. Febr. 1847 mit dem Ableben des letzten Sohnes von Walter Scott. Das Be itztum selbst ging dann an den Enkel des Dichters, Walter Scott Lockhart, den Sohn des Herausgebers der 4Cuarterly Reviewo, nach seinem frühen Tode aber an seine Schwester, Mrs. Hope-Scott, über. Auch diese starb, nachdem sie zum Katholizismus übergetreten, 26. Okt. 1858, mit Hinterlassung einer einzigen Tochter, Mary Morrice Hope-Scott (geb. 185²) ö wuhrent deren Minderjährigkeit A. einem kath. Verein zur Errichtung eines Fräuleinstifts überlassen wurde. Eine anziehende Beschreibung von A. zu Lebzeiten Walter Scotts gab Washington Irving