Abblatten nennt man das Abbrechen der Blätter von Rüben und ähnlichen Knollengewächsen vor der Ernte, um dieselben als Viehfutter zu verwenden. Erzbischof von Canterbury, geb. 29. Okt. 1562 als Sohn eines Tuchmachers zu Guildford, studierte und lehrte zu Orford und war einer von den acht Theologen, welche 1604 mit der Übersetzung der Heiligen Schrift ins Englische beauftragt wurden. dr I. 1608 ging er mit dem Großsiegelbewahrer ord Dunbar nach Schottland, um die Vereinigung der schott. Episkopalkirche mit der en lischen zustande zu bringen. Nachdem er kurze Zeit Bischof von Lichfield und Coventry gewesen, wurde er im Jan. 1610 Bischof von London und im November desselben Jahres Erzbischof von Canterbury. A. war ein ebenso gelehr ter und geistvoller wie rechtschaffener und, ausgenommen gegen die arminianischen Theologen, kirchlich duldsamer Priester. Jakob J. zog ihn in den wichtigsten Staats⸗ und Kirchenfragen zu Rate, obgleich sich A. nicht selten den despotischen Absichten des Königs widersetzte. Er starb 5. Aug. 1633 zu Croydon; seine Vaterstadt, wo er ein großes Hospital gegründet, ließ ihm ein prächtiges Denkmal errichten. — Robert W., Bischof von Salisbury, geb. 1560, Bruder des vorigen, war früher ebenfalls Professor zu Oxford, erwarb sich durch sein 915 5 Antichristi demon-Stratioo (Lond. 1603) die besondere Gunst König Jakobs I., trug gleich George A. viel zur eförderung des Protestantismus bei und verteidigte in der Schrift De suprema potestate regia (Lond. 1616) die königl. Gewalt gegen Bellarmin und Suarez. Er starb 2. März 1617. — Charles A., Sprecher des engl. Unterhauses, s. Colchester.