Allan (Sir William), Präsident der schott. Kunstakademie, geb. 1782 in Edinburgh, besuchte die Zeichenschule seiner Vaterstadt und ging dann nach London. Hier setzte er seine Studien in der Akademie fort und lieferte für die Ausstellung von 1805 sein erstes Gemälde, einen Zigeunerknaben. Acht Jahre verbrachte er dann in Rußland und sommelte auf Reisen in der Krim und im aen Mireichliches Material für seine künstlerischen Arbeiten und kehrte 1814 nach Edinburgh zurück, blieb jedoch anfangs unbeachtet, bis Walter Scott sein Bild: Tscherkessische Häuptlinge mit ihren Gefanenen, durch Subskription für 1000 Guineen kaufen ieß. Bisher ausschließlich Genremaler, wandte er sich jetzt der Historienmalerei zu und gab eine Reihe von Scenen aus der schott. Geschichte, von denen namentlich die «Ermordung des Erzbischofs Sharpo- und (John Knox vor Maria Stuarto (1823) Beifall fanden. Wegen eines Augenleidens eine Zeitlang an der Ausübung seiner Kunst verhindert, unternahm er eine Reise nach Italien, Griechenland und der Türkei, zu deren Früchten das Gemälde des Sklavenmarktes in Konstantinopel gehörte, dem er seinen Ruf in weitern Kreisen hauptsächlich verdankt. Auch von einem Ausfluge nach Spanien und Nordafrika 1834 brachte er anziehende Skizzen zurück. Re Petersburg malte er 1841 im Auftrage des Kaisers das histor. Bild: Peter d. Gr. lehrt seine Unterthanen den Schiffbau, welches jetzt den Winterpalast schmückt. Im J. 1826 wurde A. um Genossen (Associate) und 1835 zum wirklichen itgliede der Londoner Akademie, 1837 zum Präsidenten der Akademie für Malerei und Skulptur in Edinburgh gewählt. An Wilkies Stelle ward er 1841 zum schott. Hofmaler (Queen's Limner for Scotland) ernannt und erhielt bei dieser Gelegenheit. die Ritterwürde. Später malte er vorzugsweise Schlachtstücke, unter andern die Schlacht von Waterloo zweimal. Er starb 22. Febr. 1850 zu Edinburgh.