Abel (Heinr. Friedr. Otto), deutscher Historiker, geb. 22. Jan. 1824 zu Reichenbach im württemb. Schwarzwaldkreise, Bonn u seit 1842 in Tübingen, Jena, Heidelberg, Bonn und Berlin, namentlich unter dem bestimmenden Einfluß von Dahlmann und Ranke histor. Wissenschaften. Während der nationalen Bewegung von 1848 trat A. in Tübingen mit großer Begeisterung für preuß. Kaisertums ein, ging aber bald darauf nach Berlin, um als Mitarbeiter an den Monumenta Germaniae historica für dieselben eine Anzahl schwäb. Geschichtsquellen aus der Staufenzeit zum Druck vorzubereiten, und habilitierte sich 1851 an der Universität Bonn als Privatdozent der Geschichte, starb indes bereits 28. Okt. 1854 zu Leonberg im württemb. Neckarkreise an einem Lungenleiden. A., welcher gewandte Darstellung mit gründlicher Gelehrsamkeit vereinigte, hatte sich besonders die Bearbeitung der Geschichte 965 Kaisers Friedrich II. zur Aufgabe gestellt, von welcher jedoch nur die einleitende Monographie «König Philipp, der Hohenstaufe y (Berl. 1852) und das nach seinem Tode von Wegele herausgegebene Fragment Kaiser Otto IV. und König riedrich II.„ (Berl. 1856) erschienen sind. Unter senen kleinern Schriften ist namentlich hervorzuheben «Die Legende vom heil. Johann Nepomuky (Berl. 1855), worin er nachweist, 0 der Kultus Nepomuks (. d.) in Böhmen künstlich für den des Huß untergeschoben worden ist. 2.—