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GeschichteBrockhaus 1882

Ignatius, Patriarch von Konstantinopel, Sohn des Kaisers Michael I., geb. um 790, ward durch Leo V. den Armenier entmannt, wurde nun Mönch und 847 Patriarch. Er kämpfte mächtig gegen die Willkürherrschaft und Sittenlosigkeit des Kaisers Bardas, seines Oheims, der die heiligen Gebräuche der Kirche in Trinkgelagen parodierte, wurde des-Pat abgesetzt und Photius an seine Stelle zum atriarchen erhoben (858). Die hieraus entstandene Kirchenspaltung suchte der Hof durch den Papst Nikolaus I. zu beseitigen. Indem aber dieser für J. sich erklärte (863), ward dadurch der erste Grund zu der Trennung der griechischen von der röm. Kirche gelegt. Kaiser Basilius I. setzte den J. als Patriarchen wieder ein (867); als solcher starb er 878. Jauatius von Loyola, s. Loyola. gnatiusbohnen heißen die Samen von Strychnos Ignatia (Ignatia amara), einem auf den Philippinen einheimischen Baume. Strychnos,)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 533Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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