Achalzich, Achalzych oder Achaltsiche (georg., d. i. neue Festung), stark befestigte Stadt im Kreise A. des russ. Gouvernements Tiflis in Transkaukasien, am Südfuße eines 2600 m hohen Gipfels im Persathigebirge, am Poskho, einem Nebenflusse des Kur, zählt 17977 E., welche Waffen, Gold⸗ und Silberwaren und Leder fabrizieren, beträchtlichen Handel mit Baumwollwaren und Tabak und Transithandel mit der asiat. Türkei treiben. In der Citadelle befindet sich eine sehr schöne Moschee (Nachahmung der Sophienkirche in Konstantinopel), mit welcher eine höhere Unterrichtsanstalt und eine reiche orient. Bibliothek verbunden ist. Außer 28 andern, in Trümmern liegenden Moscheen gibt es in A. noch neun christl. Kirchen, eine Synagoge, sechs Karawanseraien, eine Kreisschule, drei armen. Schulen, eine grusinische und eine Judenschule. Bei der sehr hohen Lage der Stadt (1028 müber dem Meere) sind die Winter äußerst streng, die Sommer aber sehr heiß. A. war früher Hauptstadt der georg. Provinz Ssa=⸗ Atabago, seit dem 16. Jahrh. die von Türkisch-Georgien. Am 27. Aug. 1828 wurde die Stadt vom russ. Feldmarschall Fürst Een unter 2. eingenommen. Ein Versuch der Türken unter Achmed-Pascha, die Festung wieder zu erobern, wurde im März 1829 durch General Bebutow vereitelt. Durch den Frieden von Adrianopel ward A. mit dem dandea türk. Georgien (etwa 7700 qkm) an Rußand abgetreten. Am 26. Nov. 1853 lieferten bei A. die Russen unter Andronikow den Türken unter Ali Pascha ein siegreiches Treffen.