FeedAcheldus
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Acheldus, der bedeutendste aller griech. Flüsse sowohl in Hinsicht der Länge seines Laufs (220 km) als nach seiner Wassermasse und der Tiefe seines Bettes, entspringt am südl. Fuße des Lakmon, des Knotenpunktes der epirot. Gebirge, durchströmt die Aarder um Gebiete der Athamanen chem er die gräer und Amphilocher, und tritt, nachdem er die akarnan.⸗ätol. Ebene durchflossen, durch ein Engthal zwischen den akarnan. und ätol. Bergen in die breite Alluvialebene, die sich an seiner Mündung in das Jonische Meer am Eingange des Meerbusens von Korinth gebildet hat. Gegenwärtig heißt der Fluß nach der weißlichen Eune seines Wassers Aspropotämo. — In der Sage erscheint A. als Flasen e Flußgott; bei Hesiod heißt er mit andern lüssen Sohn des Okeanos und der Thetys. Er ämpfte mit Herakles um die Dejanira, verwandelte sich bei diesem Kampfe zuerst in eine Schlange, dann in einen Stier und flüchtete, nachdem 12 Herakles ein Horn abgebrochen, in die Wellen seines Flusses. Aus dem abgebrochenen Horne machten die Nymphen das Horn des überflusses. Au Bildwerken, besonders Münzen, wird er gewöhnli als Stier mit menschlichem Antlitz, bisweilen au in menschlicher Gestalt mit Stierhörnern dargestellt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 103Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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