FeedAcheron
ErdkundeBrockhaus 1882

Acheron, im Altertum ein Fluß in der epirot. Landschaft Thesprotia, durchströmt in seinem obern Laufe ein wildes und rauhes Gebirgsland (das jetzige Kakosuli) und tritt durch eine ungefähr 5 km lange, enge und düstere Schlucht in die Ebene von Ephyra oder lichen e verliert sich aber bald in einen sumpfähnlichen See (die Acherusia palus), dessen Wasser dann zum Hafen Eläa abfließt. Der öde und schauerliche Anblick, welchen der zwischen steilen Felswänden hindurchströmende und sich oft in dunkeln Abgründen verlierende Strom gewährt, verbunden mit der Laurgen des Tiefe und den ungesunden Ausdünstungen des Acherus l chen Sees, mag die Ursache gewesen sein, weshalb der hellen. Volksglaube hier einen Eingang zur Unterwelt annahm, wie auch seit alten Zeiten ein Totenorakel in der Nähe des Sees bestand. Auch in verhnlichen andern Gegenden benannte man unter ähnlichen Vorstellungen Seen mit diesem Namen, so namentlich in Arkadien und Campanien. Außerdem aber führten zwei 5 N der Unterwelt den Namen des A. und seines Nebenflusses Kokytos. Bei Griechen und Römern findet man daher A. und acherusisch für die Tiefen der Unterwelt und ihre Schrecken ganz im allgemeinen gebraucht. cheropita (grch. Hοποτποάαν d. i. nicht von IHänden gemachte) nennt man angeblich von Engeln gemalte Christus⸗ und Marienbilder. A-cheval-Stellungen sind solche Truppenstellungen, welche von einem als Linie gedachten Terraingegenstande nahezu rechtwinkelig urchschnitten werden, sich also z. B. zu beiden Seiten einer Straße, eines Flusses, eines Baches, eines Grabens, einrs Höhenrückens ausdehnen. Gute Verbindung zwis 820 den durch die genannte Linie getrennten Teilen der Stellung ist Erfordernis und muß nötigenfalls durch Brücken u. s. w. geschaffen werden, sonst 2 7 die Gefahr, daß der eine Teil geschlagen wird, während der andere keine Hilfe zu vermag.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 105Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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