Achilles Tatius, griech. Romanschreiber im 5. Ja or n. Chr., war aus Alexandria gebürti und wohnte wohl auch daselbst. Die Angabe, da er im spätern Alter zum Christentum übergetreten und sogar Bischof geworden sei, ist ohne Zweifel unrichtig. Vielleicht war er aber stets Christ. Seinen Namen in der Litteratur verdankt er einem Romane in acht Büchern: Leukippe und Klitophono, welcher reich an Naturschilderungen, Beschreibungen von Kunstwerken, sowie lefhalt in de Erörterungen über die Liebe, aber mangelhaft in der Anlage, Anordnung und Entwickelung der Geschichte ist. Der Stil ist rhetorisch ausgeschmückt. Die frühern Ausgaben von Salmasius (Leid. 1650) und von Jacobs (2 Bde., Lpz. 1821) sind übertroffen durch die von Hirschig in den „Scriptores eroticip (Par. 1856) und von Hercher in dessen „Scriptores erotici (Bd. 1, Opz. 1858). Die beste deutsche übersetzung lieferten Ast und Güldenapfel Gi 1802). Vol Rohde, „Der griech. Roman und seine Vorläuferv(Lpz. 1876).